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Edelhölzer aus Madagaskar – Geschäft mit der Natur

Abholzung ist in Madagaskar ein großes Problem. Schon heute ist Madagaskar in weiten Teilen eine rote, baumlose Insel. Mehr als 90% von Madagaskars ursprünglichen Wäldern sind bereits verschwunden.

Zahlreiche noch bestehende Waldgebiete werden stark gerodet – für Brennholz für die madagassische Bevölkerung, die bis heute zu einem Großteil mit Holz kocht und heizt. Aber auch für Holzhändler, die illegal vor allem Edelhölzer wie Rosenholz, Mahagoni, Palisander oder Ebenholz verschiffen und damit viel Geld machen.

Dies passiert in ganz Madagaskar, obwohl offiziell das Fällen von Bäumen in Schutzgebieten Madagaskars streng verboten ist. Die Regierung schafft es nicht, diese illegalen Edelholz-Geschäfte einzudämmen. Oft ist sie sogar selbst in diese Geschäfte verwickelt. Einen interessanten Artikel dazu gab es 2010 vom Verein Rettet den Regenwald e.V.

Der Name Palisander steht übrigens für mehrere Arten der Gattung Dalbergia. Rosenholz bezeichnet im deutschen Sprachgebrauch eine bestimmte Palisander-Art, die sich durch ihren rosenähnlichen Duft des frisch geschlagenen Holzes auszeichnet.
Auch Mahagoni ist eine Pflanzenfamilie mit etwa 1400 Baumarten. Die in Madagaskar vorkommenden Mahagoni-Arten sind zu großem Teil endemisch.

Madagaskars Naturparks – eine Übersicht

In Madagaskar finden Sie insgesamt 47 offizielle Naturparks.

Verwaltet werden Sie von der madagassischen Organisation ANGAP (l’Association Nationale pour la Gestion des Aires Protégées). Es werden dabei vier verschiedene Kategorien an Naturparks unterschieden:

15 Nationalparks

  • Diese Schutzgebiete sind  für Besucher geöffnet. Die Gebühren unterscheiden sich je nach Nationalpark. Die Hälfte des Preises wird für die Finanzierung von Schutzaktivitäten und Mikroprojekten verwendet. Dabei werden die Erwartungen der lokalen Bevölkerung mit den Zielsetzungen zur Erhaltung der geschützten Gebiete verbunden.
  • Der Besuch der Nationalparks ist nur mit einem offiziellen Führer gestattet.  Dieser wird jeweils direkt vor Ort gebucht und direkt bezahlt. Preislisten hängen an den Nationalparkbüros aus. Auch PRIORI kann Ihnen die aktuellen Preise nennen.

23 Spezialreservate

  • Diese Reservate dienen dem Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
  • Sie können teilweise besichtigt werden.

9 Integrale Schutzgebiete

  • Diese Biotop-Areale stehen unter sehr strengem Umweltschutz und sollen unberührt bleiben.
  • Sie sind nicht zugänglich für Reisende.

Daneben gibt es inzwischen neue Kategorien von Schutzgebieten (z.B. Wiederaufforstungsgebiete, geschützte Waldgebiete), sowie zahlreiche privat initiierte Parks, die besichtigt werden können.

Unterwegs in den Naturparks

  • In den Naturparks ist man immer zu Fuß unterwegs. In jedem der Gebiete gibt es mehrere Wanderwege mit unterschiedlicher Dauer und Schwierigkeitsgrad.
  • Der obligatorische lokale Parkführer kennt den Weg, die Tiere und Pflanzen. Er kann Französisch sowie oft auch ein bisschen Englisch, bei Vorreservierung können auch Parkführer mit Deutschkenntnissen gebucht werden.
  • In allen Naturparks in Madagaskar wird eine Eintrittsgebühr erhoben. Daneben zahlt man eine Gebühr für den lokalen Guide. Diese Gebühren sind festgesetzt und hängen am Eingang des jeweiligen Parks aus. Die Eintrittpreise der Parks variieren je nach Größe und Beliebtheit. Ein Teil des Geldes fließt in Umweltschutzaktivitäten durch die Nationalparkverwaltung und in Projekte zur nachhaltigen Entwicklung der Region.

Oder Sie fragen einfach uns von PRIORI. Wir wissen, wie die genauen Eintrittspreise momentan sind, welche Nationalparks und Schutzgebiete auf Ihrer Reiseroute liegen und welche sich am besten mit Ihrer Tour und Ihren Interessen verbinden lassen. Wir helfen gerne weiter, können Reservierungen vornehmen und haben zahlreiche Tourenvorschläge und Hinweise parat.