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Madagaskar-Reisebericht und Fotos

Einen kurzen Reisebericht und viele Fotos von seiner Madagaskar-Reise mit PRIORI hat Jean-Marc Bersier in seinem Blog geteilt:

Reisebericht: https://www.bersier.net/piwigo/?/category/Madagaskar-2014

Weitere ausführliche Reisedokumentationen erhalten Sie auf unserer Madagaskarhaus Basel Website.

Reise zu Madagaskars Bäumen – Baobab und Ravenala

Auf einer Madagaskar-Reise sieht man viele exotische, bizarre und schöne Bäume. Madagsakar ist bekannt für seine einmalige Biodiversität und seine zahlreichen endemischen Pflanzenarten. Zwei bekannte Artgenossen sind die eindrücklichen Baobabs und die Ravenala-Palme, die auch „Baum der Reisenden“ genannt wird. 

Baobab

Titelbild Bildband Reise durch Madagaskar Stürtz Verlag, erschienen im Oktober 2014.Der auffällige Baobab ist eines der für Madagaskar typischsten Gewächse. Er wird auch als Affenbrotbaum oder aufgrund seiner einzigartigen Form als Kopfstandbaum bezeichnet. Weltweit gibt es acht Baobab-Arten, davon wachsen sieben auf Madagaskar, und von diesen sind sechs hier endemisch, also nur hier anzufinden. Baobabs sieht man auf einer Reise in Madagaskar ausschließlich im Westen der Insel. Besonders beliebt ist die Allee der Baobabs, die ein bekanntes Postkartenmotiv ist. Auch die Baobabwälder zwischen Moronbe und Belo sur Tsiribihina sind schöne Reiseziele für Baumliebhaber.

Madagaskars Baobabs werden bis zu 35 Meter hoch. Ihre Stämme sind säulenartig, ohne Äste, und können bis zu 7 Meter im Durchmesser umfassen. Auf ihnen thronen die verhältnismäßig kleinen Baumkronen. Von weitem betrachtet sehen die Bäume daher aus, wie umgekehrt in die Erde gerammt und gaben ihnen den Spitznamen „Kopfstandbaum“. Verschiedene Sagen in Madagaskar zu den Baobabs nehmen darauf Bezug.

Die Baobab-Früchte des Baumes sind länglich, braun und samtig, und enthalten vielen Samen. Teils wiegen sie bis zu 500 Gramm. Das Wort Baobab bedeutet etwa so viel wie „Frucht mit vielen Samen“ (arabisch „bu hibab“). Affenbrotbaum wird der Baobab genannt, weil die Früchte an Brot erinnern.
Baobab Affenbrotbaum Madagaskar PRIORI ReisenDie Früchte und Kerne des Baobabs sind essbar und gesund. Das säuerliche watteartige Fruchtfleisch enthält Vitamin C und B sowie viel Calcium. Sie werden auch als Heilmittel bei Entzündungen und Krankheiten wie Pocken und Masern genutzt.
Die Kerne sind etwa haselnussgroß und schmackhaft. Mit ihrem hohen Gehalt an Fett wird aus ihnen Öl gewonnen, welches viele gute Eigenschaften haben soll. Man verwendet die Samen in Madagaskar zudem als Herzmittel, bei Zahnschmerzen und Malaria-Erkrankungen.
Die Baobab-Blätter können als Gemüse gekocht werden. Ihnen wird eine heilende Wirkung bei Durchfallerkrankungen nachgesagt.

Ein Baobab-Baum kann in seinem Stamm bis zu 100.000 Liter Wasser speichern. Dies ist möglich, da im Inneren saugfähige Bartfasern liegen. Mit dieser Fähigkeit können die Bäume auch in sehr trockenen Gebieten gut überleben.
Aus den Fasern des Stammes werden in Madagaskar Hütten gebaut, Matten, Netze, Hüte und Körbe geflochten oder Schnüre produziert. Das Holz des Baumes ist sehr elastisch, verottet schnell und ist schwer zu verarbeiten – und wird daher nur selten genutzt.

Ravenala

Logo Air Madagascar Ravenala Baum der ReisendenDie Ravenala-Pflanze ist das Wahrzeichen Madagaskars. Ihr markanter Blätterfächer bildet seit 1922 das Nationalemblem des Landes. Es schmückt Madagaskars offizielles Siegel und seit den sechziger Jahren auch das Logo von Air Madagascar.

Die Ravenala-Pflanze sieht palmenähnlich aus und zählt zu den Bananengewächsen.  Ihre langstieligen Blätter fächern sich wie ein Pfauenrad auf. Die Gewächse können bis zu 15 Meter hoch wachsen, mit bis zu 3 Meter langen Blättern. Die Ravenala-Pflanze ist in Madagaskar endemisch, das heißt sie wächst ursprünglich nur dort. Mittlerweile wird sie auch in anderen Länder gepflanzt und als Zierpflanze vertrieben.
Ambalavao Baum des Reisenden Sonnenuntergang MadagaskarMan findet in Madagaskar vier Arten der Ravenala-Bäume: Malama (z.B. in Andasibe und Ranomafana), Hiranirana (vor allem an der Ostküste), Bemavo (die am häufigsten vorkommende Art, oft im Hochland zu sehen) und Horonorona (ähnlich zu Bemavo, oft an sumpfigen Gebieten in Küstennähe). Die Blüten der Ravenala sind klein, weiß und relativ unauffällig. Die Samen des Baumes befinden sich in etwa fingerlangen hellblauen Kapseln.

Besser bekannt ist die Ravenala als „Baum des Reisenden“ oder „Baum der Reisenden“.
Dieser Name kommt von den vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten der Pflanze: zum einen bietet das Blätterdach Reisenden Schutz vor Regen und Sonne, und die Blätter können zum Hausbau benutzt werden. Zum anderen kann der Holzstamm der Pflanze von durstigen Reisenden am Blattansatz angebohrt werden, um das dort angesammelte Wasser zu trinken. Die Samen und Blattspitzen des Baumes sollen auch essbar sein, jedoch etwas mehlig schmecken. Daneben gibt es in Madagaskar auch noch den Mythos, dass die Fächerarme des Ravenala-Baumes immer in Ost-West-Richtung stehen und dem orientierungslosen Reisenden die Himmelsrichtung anzeigen. Dies stimmt jedoch nicht immer: Der Fächer hat zwar diese Tendenz, wächst jedoch nicht immer in dieser Ausrichtung. Man sollte sich also nicht darauf verlassen. Laut einer Legende, kann der Baum der Reisenden auch Wünsche erfüllen.


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PRIORI ist Mitglied beim forum anders reisen e.V.

PRIORI Reisen ist seit Mai 2015 Mitglied des Verbands forum anders reisen e.V., dem Dachverband für nachhaltigen Tourismus.

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Mit unserer Mitgliedschaft möchten wir verdeutlichen, dass wir für sanfte und umweltbewusste Reiseerlebnisse stehen, die sich durch eine intensive Kundenbetreuung, sowie einen fairen Umgang mit der lokalen Bevölkerung, Partnern und Mitarbeitern auszeichnen. Wir orientieren uns bei der Planung und Durchführung unserer Reisen an den Menschen und an der Umwelt, versuchen die Ressourcen in den Reiseländern und unseren Standorten sorgsam zu nutzen und allen Beteiligten an unseren Reisen mit Respekt zu begegnen.

Wir möchten messbar und transparent zeigen, wie wir verantwortlich wirtschaften.

Reise-Verständigung in Madagaskar

Als Reisender können Sie sich auf der gesamten Insel meist gut mit Französisch verständigen, vor allem in den Städten. Angestellte im touristischen Bereich sprechen manchmal auch etwas Englisch.

Ein paar Worte Malagasy für den alltäglichen Gebrauch erleichtern aber einiges – und öffnen Türen und Herzen:

Deutsch Malagasy Aussprache
Guten Tag/ Hallo Salama Salaam
Manao ahoana Mano oun
Auf Wiedersehen Veloma Veloum
Danke Misaotra Misoutr
Bitte/ Entschuldigung Azafady Asafad
Wie viel kostet…? Ohatrinona…? Odschin
(Sehr) gut Tsara (Be) Tsara (Be)

Für die Reise zu empfehlen ist der handliche Sprachführer vom Verlag Reise Know-How: Kauderwelsch Madagassisch – Wort für Wort Band 41 von Helena Voahanginirina Odendahl

Tourismus in Madagaskar

Der Tourismus in Madagaskar ist (noch) nicht weit verbreitet. Die Insel zählt bislang nicht zu den bekannten Destinationen für westliche Reisende.

Im Jahr 2013 kamen ca. 240.000 Reisende nach Madagaskar. Die meisten Touristen in Madagaskar sind Franzosen, gefolgt von Reisenden aus Deutschland, Italien, der Schweiz und Grossbritannien. Vor allem die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt der Insel interessieren die Besucher.

Schon etliche Jahre versucht Madagaskar den Tourismussektor auszubauen, damit das Land Einnahmen generiert und von Devisen profitieren kann. Aufgrund der instabilen politischen Lage und einer teils fehlenden Infrastruktur, vor allem der Verkehrswege, war dieses Vorhaben bislang nur mäßig erfolgreich.

Sonnenaufgang in Vatomandry, Madagaskar