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Madagaskars duftender Nordosten – Region SAVA

Region SAVA: Madagaskar Reisen Vanille PRIORIDas Markenzeichen der Region SAVA im Nordosten Madagaskars ist die weltweit bekannte Madagaskar-Bourbon-Vanille. Die edlen Schoten werden hier angebaut, geerntet, getrocknet und zum Export vorbereitet. Zeitweise wird hier die Hälfte der weltweiten Vanille produziert. Ihr Duft liegt hier in der Luft, egal wohin man geht. In den Monaten Juni bis August werden die Schoten geerntet und getrocknet. Dann bietet sich Reisenden ein interessantes Schauspiel.

Die Region SAVA hat aber viel mehr als Vanille zu bieten.

Region SAVA: Madagaskar Nationalpark Marojejy SAVA Norden PRIORI ReisenWenig bekannt ist das Bergmassiv des Marojejy im gleichnamigen Nationalpark, der zwischen Sambava und dem Bergort Andapa liegt. Das schroffgebirgige Gebiet in Meeresnähe gehört zum UNESCO Weltnaturerbe. Die Bergkette steigt bis auf 2130 Meter an und zeigt ganz unterschiedliche Vegetationen, mit zahlreichen Reptilien, Amphibien, Vögeln und 12 Lemurenarten. Von den Anhöhen bieten sich atemberaubende Ausblicke aus dem tropischen Grün zum Indischen Ozean.

SAVA ist durchzogen von kleinen Weilern, aus Palmwedeln gebauten Hütten, Bananenhainen und Kokospalmen. Ein enges Netz aus verschlungenen Fusspfaden, Wasserläufen und Reisfeldern schlängelt sich durch die reizvolle und fruchtbare Landschaft und zeigt sich in verschiedenen Grüntönen.

Region SAVA: Madagaskar SAVA Strand Sambava PRIORI ReisenAn der Küste der „Vanille-Region“ liegen zahlreiche weiße Sandstrände. Auch Taucher und Schnorchler kommen hier auf ihre Kosten. Besonders die Strände von Sambava und Vohémar sind für Badetage geeignet, in Antalaha ist die Brandung zu stark und macht das Schwimmen gefährlich. An der gesamten Ostküste der Region zeigt sich morgentlich die orangefarbene Sonne am Horizont des rauschenden Meers.

Die Orte der Region SAVA

Die kleinen Städte Sambava, Antalaha, Vohémar und Andapa, deren Anfangsbuchstaben den Namen der Region SAVA bilden, sind madagassische Kleinstädte voller Farben und Gerüche. Vor allem die Orte Sambava und Antalaha gelten als Zentren der Vanille. Zahlreiche Betriebe haben sich dort auf die Trocknung und Verarbeitung der wertvollen Schoten spezialisiert.

Der Küstenort Vohemar (madagassisch Iharana) ist der nördlichste Ort, mit einem kleinen Hafen. Der Andranotsara-See mit seinen heiligen Krokodilen liegt etwa 7 Kilometer südlich des Ortes und bietet sich für Tagesausflüge an.

Knapp 200 Kilometer südlich von Vohemar liegt die Stadt Sambava. Drei Flüsse münden hier in den Indischen Ozean. Sehenswert ist der dienstags stattfindende Markt und die schönen Strände.

Fährt man von Sambava der Küste entlang weiter Richtung Süden gelangt man nach etwa 80 Kilometern nach Antalaha. Dieser Ort ist bekannt als guter Ausgangspunkt für Trekkingtouren auf die Halbinsel Masoala – dem größten noch bestehenden zusammenhängenden Regenwaldgebiets Madagaskars. Reisen in dieses Gebiet an der Bucht von Antogil versprechen einmalige Erlebnisse und Naturerfahrungen.

Fährt man von Sambava landeinwärts in Richtung Südwesten erreicht man über eine schöne kleine Straße durch die Berge die Ortschaft Andapa. Der unscheinbare Ort liegt etwa 100 Kilometer entfernt von Sambava inmitten eines der größten Reisanbaugebiete Madagaskars und ist Ausgangspunkt für Touren in das sehenswerte und vielseitige Schutzgebiet von Marojejy.

Region SAVA: Madagaskar SAVA Blick auf Marojejy Nationalpark

Anreise

Von Süden kommend gibt es keine durchgehende Autostraße entlang der Ostküste – zwischen Maroantsetra und Antalaha besteht kein Durchkommen per Auto. Die Anreise nach SAVA per Fahrzeug erfolgt immer über Diego-Suarez. Von dort ist die Straße in gutem Zustand. Auch über die Querstraße (weniger gut ausgebaut), welche bei Ambilobe in Richtung Vohémar abzweigt kann SAVA erreicht werden.

Sambava und Antalaha besitzen kleine Flughäfen, worüber sie mit der Hauptstadt Antananarivo verbunden sind.

Reisen in die Region SAVA

Region SAVA: Madagaskar SAVA Andapa Felder Reis PRIORI bietet eine Kleingruppen-Reise in die Region SAVA an.
Behutsam und mit Bedacht wird erkundet, was diese vielseitige Region alles zu bieten hat. Natur, Kultur und Begegnungen.
Zu Fuss, langsam und tiefgründig bewegen wir uns in den Städtchen und auf Plantagen, durchwandern die Vegetation des Marojejy Parks, riechen die Vanille und viele andere Gewürze und beobachten das Leben in dieser Gegend Madagaskars.
Die Reise findet vom 6. – 21. Mai 2017 statt. Alle Informationen zur Reise finden Sie hier.
Oder kontaktieren Sie uns.

Madagaskar und seine Vanille

Madagassische Bourbon-Vanille ist weltweit beliebt und unverzichtbar – als Pulver oder als Schote, zum Backen und Verfeinern, als Duft- und Aromastoff. Madagaskars Vanille wird zu großem Teil in der Region SAVA im Nordosten der Insel angebaut. In dieser tropisch grünen Gegend Madagsakars liegt der süßliche, intensive Vanilleduft in der Luft, wohin man auch geht.

Weltweit werden jährlich weltweit 2500 bis 3500 Tonnen Vanille angebaut. Davon kommen bis zu 50 Prozent aus der Region SAVA im Nordosten MadagaskarsMadagaskar Reisen Vanille PRIORIDie Bourbon-Vanille wird durch die Fermentierung der Kapselfrucht der Orchideenart „Vanilla Planifolia“ gewonnen. Vanille ist damit die einzige Orchidee, die als Nutzpflanze für Lebensmittel verwendet wird.

Wie wird Vanille produziert?
Die Herstellung von Vanille ist bis heute mit viel Handarbeit verbunden:
Die Blüten der Vanille-Pflanze werden jeden Tag zur gleichen Zeit am frühen Morgen von Hand bestäubt.
Zur Erntezeit im Juli kommt es dann darauf an, jeden Tag die einzige Schote, die kurz vor der Reife steht, zu pflücken. Dabei trägt jede Vanille-Pflanze zur Erntezeit etwa 100 bis 120 grüne Kapselfrüchte.
Nach der Ernte sind die grünen Schoten völlig geschmack- und geruchslos. Erst durch die Fermentierung bekommen die Schoten ihr feines, einzigartiges Aroma und ihre dunkelbraune Färbung: Dazu taucht man die Vanille-Früchte 2 bis 3 Minuten lang in heisses Wasser, schlägt sie dann in Tücher und legt sie wenige Tage in die Sonne.
Anschließend trocknet man die Vanilleschoten über mehrere Wochen abwechselnd an der Sonne und im Schatten. Dabei entscheidet der exakte Ablauf von Sonne und Schattenzeiten über die Qualität des Endprodukts Vanille. Eine Wissenschaft für sich.

Vanille-Schoten haben eine hohe Qualität, wenn ihre Oberfläche dunkelbraun-ölig ist, sie lang und fleischig sind und einen hohen Anteil an Vanillin haben. Frische Schoten erkennt man daran, dass sie biegsam sind und sich gut zusammendrücken lassen.

Wir bieten auch individuelle Reisen in den abwechslungsreichen Nordosten Madagaskars an, bei denen die Vanilleproduktion hautnah erlebt werden kann. Kontaktieren Sie uns für genauere Informationen.

Vanille Madagaskar Produktion Dorf

Soatanana – Madagaskars weißes Dorf

Eine Besonderheit und ein eindrückliches Erlebnis auf jeder Madagaskar-Reise ist der kleine beschauliche Ort Soatanana, auch „das weiße Dorf“ genannt.

Soatanana liegt etwa vierzig Kilometer westlich von Fianarantsoa im madagassischen Hochland, eingebettet in Hügel. Der Ort wurde im späten 19. Jahrhundert von einem Mann namens Rainisoalambo gegründet.

Soatanana ist eines der vier große „Toby“ (Zentren) der Mpiandry in Madagaskar. Die anderen drei sind Ankaramalaza, Farihimena und Manolotrony.

Über 600 der 1.000 Einwohner von Soatanana sind „Mpiandry“ (= „Schäfer“) und gehören zur „Kirche der Apostel“. Diese religiöse Gemeinschaft hat etwa 6000 Anhängern in Madagaskar. Ihr Ursprung liegt nicht in der Lehre, die ausländische christliche Missionare im 19. Jahrhundert nach Madagaskar brachten, sondern in der Erkenntnis, dass die Gründer eigene heilige Schriften besaßen.

Soatanana weißes Dorf MadagaskarDie  „Schäfer“ in Soatanana kleiden sich ausschließlich in langen, weißen Lambas (traditionelle madagassische Schals) und Roben. Sie folgen genau den gleichen Regeln und widmen ihr Leben guten Taten. Einige biblische Riten werden stets wiederholt, z.B. einander die Füße zu waschen. Jeden Sonntag ziehen die Anhänger singend zur Kirche Soatananas. Diese regelmäßige Prozession durch den Ort ist beeindruckend und bietet ein imposantes Bild – es ist eine weiße Flut mit wogenden inbrünstigen Gesängen.

Soatanana Hochland MadagsakarSoatanana ist eine sehr fortschrittliche und enge Dorfgemeinschaft. Es gibt dort eine Privatschule, eine Krankenstation und Stromversorgung, die von den Bewohnern selbst finanziert wurden. Die Reisfelder sind Gemeindegut – sie werden gemeinsam bestellt und die Ernte versorgt alle Angehörigen.

Madagsakar-Reisende können diesen besonderen Ort jederzeit besuchen und am Alltag der Mpiandry teilhaben. Die Menschen dort empfangen Gäste freundlich und offen. Vor allem Sonntags lohnt sich ein Abstecher, denn auch an den Prozessionen kann teilgenommen werden.



PRIORI kann Ihnen gerne weitere Informationen zu Soatanana geben und Ihnen ein individuelles Reiseprogramm zusammenstellen.

Reise-Impressionen Madagaskar

Einige Reise-Impressionen aus Madagaskar in Bildern:

Marojejy Nationalpark – abgelegene Vielfalt im Nordosten Madagaskars

Im Nordosten Madagaskars, in der Region SAVA, zwischen den Kleinstädten Andapa und Sambava gelegen, liegt der selten besuchte, aber sehr vielseitige und sehenswerte Nationalpark Marojejy.

Das Marojejy-Gebiet wurde bereits im Jahr 1952 als umfassendes Schutzgebiet Madagaskars deklariert und in diesem Status nur Forschern zugänglich. Im Jahr 1998 wurde das vielseitige Naturreservat zum Nationalpark erklärt  und ist seither offen für Besucher.

Madagaskar-SAVA-Andapa-Marojezy-01-PRIORI-ReisenDer über 60.000 ha große Nationalpark schützt das gesamte Marojejy Bergmassiv, das sich von 100 auf bis zu 2132 Meter erhebt. Aufgrund der enormen Höhenunterschiede auf engem Raum können Reisende in Marojejy auf kurzer Entfernung extrem andersartige Flora und Fauna erleben – von dichtem, grün-tropischen Regenwald in niedriger Höhe bis zu Tundralandschaft im Hochgebirge erkennt man zahlreiche Änderungen und Anpassungen der Flora und Fauna. Mehr als 90 Prozent der Fläche des Marojejy-Gebiets ist mit verschiedenen Waldformen bedeckt. So findet man hier auf Wanderungen:

  • Immergrünen Regenwald bis zu einer Höhe von 800 Metern, dicht bewachsen, mit großen Bäumen und Farnen.
  • Bergnebelwald zwischen 800 und 1400 Metern, mit Bäumen und Büschen, deren Äste oft mit Farnen und Moosen bewachsen sind.
  • Bergwald zwischen 1400 und 1800 Metern, mit kahleren und kleineren Bäumen mit Flechten und Moosen, die oft in Nebel und Wolken eingehüllt sind.
  • Gebirgsvegetation über 1800 Metern mit Büschen und Ericaceen, einigen Palmen und Orchideenarten.

Zudem finden Reisende in Marojejy grün-feuchte Osthänge und trockenere Westhänge mit ganz unterschiedlicher Vegetation.

Der Marojejy Nationalpark beherbergt knapp 120 Vogelarten und mehr als 145 Arten Reptilien und Amphibien. Damit hat dieser Nationalpark die höchtste Vielfalt dieser Tiere in ganz Madagskar. Auch 11 Arten Lemuren leben dort, darunter der stark bedrohte weiße Seiden-Sifaka (Simpona), der nur in dieser Region vorkommt.

Aufgrund dieser einzigartigen Biodiversität und außergewöhnlichen Landschaftsformen wurde der Marojejy-Nationalpark im Jahr 2007 zudem als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet.

Madagaskar SAVA Blick auf Marojejy NationalparkAusgedehnte Trekkingmöglichkeiten und Wanderungen im Gebirge sind hier möglich, ebenso wie intensive Naturerkundungen auf kürzeren Spaziergängen.
Vom Gipfel des Marojejy Massivs bieten sich schöne Ausblicke über die verschiedenen Vegetationszonen bis hinab zum nahegelegenen Indischen Ozean. Der Aufstieg ist herausfordernd und anstrengend, belohnt aber mit totaler Abgeschiedenheit, einzigartiger Natur.

Der Marojejy Nationalpark ist ganzjährig geöffnet. Aufgrund der sehr regenreichen Lage empfiehlt sich jedoch ein Besuch in den trockeneren Monaten April bis November. Der Zugang zum Nationalpark befindet sich in Andapa. Dort ist auch die Nationalparkverwaltung für Tickets, Guides und Informationen.

PRIORI bietet neben individuellen Touren jährlich auch ein bis zwei Kleingruppen-Reisen in die Region SAVA an. 
Behutsam und mit Bedacht wird erkundet, was diese vielseitige Region alles zu bieten hat. Natur, Kultur und Begegnungen.
Zu Fuss, langsam und tiefgründig bewegen wir uns in den Städtchen und auf Plantagen, durchwandern die Vegetation des Marojejy Parks, riechen die Vanille und viele andere Gewürze und beobachten das Leben in dieser Gegend Madagaskars.
Informationen zu unseren Reise finden Sie in unserem Katalog.
Oder kontaktieren Sie uns.

Einreise nach Madagaskar mit Kindern

Zur Einreise nach Madagaskar ist immer ein Visum erforderlich. Für Kinder gelten die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Das Visum kann an verschiedenen Stellen beantragt werden.

Seit 2012 brauchen Kinder für Auslands-Reisen (auch innerhalb der EU) eine eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass gelten nicht mehr. Für die Beantragung des Visums und der Einreise nach Madagaskar benötigen Kinder aus Deutschland einen maschinenlesbaren Kinderreisepass oder eigenen Reisepass, aus der Schweiz und Österreich je einen eigenen Reisepass.

Alleinreisende Minderjährige, ohne dauerhaften Wohnort in Madagaskar benötigen für die Einreise nach Madagaskar eine Genehmigung ihrer Eltern/Erziehungsberechtigten in französischer Sprache.

Die Einreisebestimmungen von Madagaskar können sich kurzfristig ändern. PRIORI empfiehlt daher immer, sich die aktuellen Regelungen von der zuständigen Botschaft oder Konsular- Vertretung bestätigen zu lassen.

 

Zyklone in Madagaskar

Die Insel Madagaskar liegt in den Tropen und wird zwischen November und April von den Winden und Gegebenheiten des Monsuns beeinflusst. Diese jährliche Regenzeit bringt auch regelmäßig Zyklone mit sich.

Was ist ein Zyklon?

Madagaskar Schienen Nebel Taxi Brousse gelb PRIORI ReisenZyklone sind regenreiche Wirbelstürme. In anderen tropischen Regionen der Welt sind diese Stürme auch als Taifun oder Hurrikan bekannt.
Zyklone können sich bis zu mehreren hundert Kilometer Durchmesser ausdehnen. Befinden sie sich über Wasser, so bestehen sie meist zwischen ein paar Tagen bis zu zwei Wochen. Sobald sie auf Land treffen werden sie schwächer und flauen ab, dabei richten sie jedoch oft großflächig große Schäden an. Sie bewegen sich mit bis zu 300 Kilometer pro Stunde und können mit ihren Regenmassen ganze Regionen überfluten.
Das Auge eines Zyklons ist das weitestgehend windfreie Zentrum des Wirbels, das mehrere dutzend Kilometer groß sein kann. Wenn das Auge des Sturm über ein Gebiet zieht wird dies oft mit dem Ende des Zyklons verwechselt.

Wann und wo kommen Zyklone in Madagaskar vor?

In Madagaskar kommen Zyklone am wahrscheinlichsten von Januar bis März vor . Während der Trockenzeit von Mai bis Oktober gibt es keine Gefahr für Zyklone, in den Monaten November, Dezember und April sind sie sehr selten.
Die Mehrheit der Zyklone in Madagaskar treffen im Osten auf die Insel, in der Region zwischen der Hafenstadt Tamatave und der Masoala-Halbinsel. Dies ist auch der Fall beim Zyklon Chedza im Januar 2015.

Welche Auswirkungen haben die Zyklone in Madagaskar?

In vielen Fällen drehen die Stürme bei Landkontakt wieder ab und verlaufen sich im Indischen Ozean ohne Landesteile zu verwüsten. Dennoch kommt es in Madagaskar regelmäßig vor, dass ein Zyklon große Schäden anrichtet, Häuser verwüstet und ganze Landstriche überschwemmt. Auch Menschen sterben in Madagaskar aufgrund von Zyklonen. Meist sterben diese nicht durch den Sturm selbst, sondern durch herabfallende Gegenstände oder durch Ertrinken in den Fluten. Auch wenn die Wirbelstürme heutzutage per Satellit beobachtet und Vorwarnungen an die Bevölkerung ausgesprochen werden bleibt es schwierig, den genauen Verlauf vorherzusagen. Im Nachgang der Wirbelstürme geht auch eine Gefahr durch Seuchen und Infektionen aus, vor allem in den armen Gebieten ohne ausreichende sanitäre Anlagen und Kanalisation.

Für Reisende, die bezüglich ihrer Reisezeit flexibel sind, empfiehlt es sich, die Regenzeit zu meiden. Dennoch ist es gut möglich, Madagaskar auch in dieser Zeit zu bereisen – denn die Insel ist groß und bei weitem nicht alle Gebiete sind gleichermaßen von Regen und Zyklonen betroffen. Auch in Regionen, in denen es regnet, regnet es nicht den ganzen Tag.

PRIORI gibt Ihnen gerne weitere Informationen zu Madagaskar, möglichen Reisezeiten und Routen sowie aktuellen Gegebenheiten. Mit unserem Büro in Antananarivo sind wir vor Ort und immer Up-to-Date. Kontaktieren SIe uns jederzeit. 

Straßen und Entfernungen in Madagaskar

Reisen in Madagaskar ist aufgrund seiner Infrastruktur oftmals zeitintensiv. Bei der Reiseplanung sollten die Entfernungen auf dieser großen Insel beachtet werden, ebenso wie das lückenhafte Straßennetz und die oftmals schlechten Straßen.

Straßen und Straßennetz

Statistisch weist Madagaskar knapp 60.000 Kilometer Strassen vor, wovon etwa 6.000 Kilometer asphaltiert und 12.000 Kilometer befestigte Erdpisten darstellen. Man kann nicht der Küste entlang ‚einmal rund um Madagaskar‘ fahren. Die asphaltierten Hauptstrassen der Insel (Routes Nationales, auch RN genannt) verlaufen nach französischem Vorbild sternförmig von der Hauptstadt Antananarivo (Tana) im zentralen Hochland:

  • Die RN 1 Richtung Westen verbindet Tana mit dem westlichen Hochland, und verläuft 180 Kilometer bis nach Tsiroanomandidy. Dort wird der weitere Straßenverlauf hin zur Westküste (Maintirano) zu einer Piste (RN1b).
  • Die RN 4 in den Norden geht etwa 600 Kilometer bis zur Hafenstadt Mahajanga. Auf dieser Strecke liegt die Abzweigung zur RN6, die in Richtung Norden bis Diego Suarez weitergeht.
  • Die 350 Kilometer lange RN 2 gen Osten stellt die Verbindung zum bedeutenden Hafen Tamatave an der Ostküste dar. Damit ist diese Strecke die wichtigste und meistbefahrene Straße des Landes. Sie passiert auch den beliebten Nationalpark bei Andasibe.
  • Die längste Strasse Madagaskars ist die RN 7 in den Süden bis Tulear (ca. 1.000 Kilometer). Sie durchläuft das Hochland mit den Städten Antsirabe und Fianarantsoa und die weiten Steppenlandschaften des Südwestens mit dem Isalo Nationalpark und ist eine der beliebtesten Reiserouten Madagaskars.

Straßen Verkehr roter Bus Madagaskar PRIORI ReisenMadagaskars Haupt-Verkehrsachsen sind heute zwar durchgehend asphaltiert, jedoch nicht immer wettersicher. Eine Fahrt von Antananarivo nach Diégo-Suarez an der Nordspitze der Insel kann während der Regenzeit zwischen zwei und zehn Tagen beanspruchen. Auch die wichtigste Verkehrsverbindung, die RN 2, kann bei starkem Regen schon einmal unpassierbar werden. Die Infrastruktur hängt stark von den Naturverhältnissen ab, leidet jedoch auch zu einem großen Teil  unter dem mangelnden Unterhalt der bestehenden Verkehrsachsen. So schwankt der Zustand der Straßen enorm.  Teils sind die Wege mehr Schlagloch als Teer, so dass Fahrten zu einer langsamen und holprigen Angelegenheit werden können.

Dies führt dazu, dass Madagaskar bezüglich seiner Infrastruktur noch immer eine Insel voller Inseln ist, welche kaum in Kontakt zueinander stehen und nur wenig Möglichkeiten für einen Handelsaustausch haben. Viele Regionen sind aufgrund mangelnder Straßenanbindung bis heute weitestgehend von Aussenwelt abgeschottet, ihre Bewohner haben keine Möglichkeit ihre Produkte zu vermarkten, es gibt keine Schulmöglichkeiten für die Kinder und keine ärztliche Betreuung. Dies trifft nicht nur auf entlegene Gebiete in den Provinzen zu, sondern beginnt bereits 20 Kilometer außerhalb der Hauptstadt Antananarivo.

Gleichzeitig sind in Antananarivo (Tana) seit den 1990er Jahren tausende Autos hinzugekommen. Obwohl die große Mehrheit der mehr als 300.000 täglichen Arbeits-Pendler in der Stadt zu Fuß unterwegs sind, quälen sich jeden Tag über 30.000 Fahrzeuge durch die engen Straßen der Stadt und verursachen unzählige Staus. Im Schnitt verbringen die Menschen in Tana täglich zwei Stunden auf Ihrem Arbeitsweg.

Entfernungen in Madagaskar

Meilenstein Ortsschild Strassenschild Ortsnamen Madagaskar Vohipeno Ivondro PRIORI ReisenMadagaskar ist groß und weitläufig. Noch größer erscheinen die Entfernungen zwischen den Orten, wenn man die Straßenverhältnisse erlebt. Wichtig für entspannte Reisen ist daher eine gute und realistische Planung, gerade in Bezug auf die zurückzulegenden Strecken.
Von Diego Suarez (Antsiranana) an der Nordspitze der Insel bis nach Tulear an der Südwestküste sind es beispielsweise – auf den Straßen gefahren und nicht Luftlinie – gute 2.000 Kilometer. Aufgrund der teils widrigen Straßenbeläge und der Tatsache, dass man gut daran tut, nicht in der Dunkelheit unterwegs zu sein, muss man für diese Strecke mindestens 4 Tage Fahrt ohne große Pausen einrechnen.
Inlandsflüge auf einigen Strecken können sich lohnen.

Anbei ein Überblick über die Entfernungen (auf vorhandenen Straßen) zwischen einigen Orten in Madagaskar:

VON NACH Ca. ENTFERNUNG / KM STRASSE / VERBINDUNG
Antananarivo Ampefy 120,0 RN1
Antananarivo Tamatave 356,0 RN2
Antananarivo Moramanga 115,0 RN2
Antananarivo Andasibe-Mantadia NP 150,0 RN2
Antananarivo Maroantsetra 740,0 RN2 bis Tamatave, RN5
Antananarivo Maevatanana 304,0 RN4
Antananarivo Mahajanga 560,0 RN4
Antananarivo Ambanja 868,0 RN4 bis Antanambazaha, RN6
Antananarivo Diego Suarez /Antsiranana 1.106,0 RN4 bis Antanambazaha, RN6
Antananarivo Sambava 1277,0 RN4 bis Antanambazaha, RN6 bis Ambilobe, RN5a
Antananarivo Tulear 920,0 RN7
Antananarivo Fianarantsoa 400,0 RN7
Antananarivo Antsirabe 115,0 RN7
Antananarivo Morondava 645,0 RN7 bis Antsirabe, RN34
Antananarivo Morombe 535,0 RN7 bis Tulear, dann Piste
Antananarivo Belo Tsiribihina 324,0 RN7 bis Antsirabe, RN34 bis Ankotrofotsy, weiter über den Tsiribihina Fluss (nicht per Auto)
Antananarivo Fort Dauphin 1.100,0 RN7 bis Ihosy, RN13 über Betroka
Tamatave Maroantsetra 390,0 RN5
Tamatave Soanierana-Ivongo (Fähre nach Sainte Marie) 166,0 RN5
Diego-Suarez Ankify (Fähre nach Nosy Be) 250,0 RN6
Diego-Suarez Mahajunga 810,0 RN6, RN4
Diego-Suarez Sambava 430,0 RN6, RN5a

Tourismus in Madagaskar – Vortrag am 20. Januar 2015 in Berlin

TOURISMUS IN MADAGASKAR – nachhaltige Ansätze und Herausforderungen

Am Dienstag, den 20. Januar 2015 werden PRIORI-Mitarbeiterin Jara Schreiber und der Madagasse Michel Adolphe bei GATE – Netzwerk, Tourismus, Kultur e.V. zum Thema Tourismus in Madagaskar sprechen. 

Titelbild Bildband Reise durch Madagaskar Stürtz Verlag, erschienen im Oktober 2014.Madagaskar – die große Insel im Indischen Ozean ist aufgrund seiner Größe (1,5 mal so groß wie Deutschland), verschiedenen Klima- und Landschaftszonen und der isolierten Entwicklung äußerst vielseitig und hat eine einmalige Flora und Fauna mit vielen endemischen Arten. Gleichzeitig ist Madagaskar eines der ärmsten Länder der Welt und von politischen Umbrüchen gebeutelt. Das touristische Potenzial Madagaskars ist enorm, in der Realität kommen jedoch nur wenige Reisende auf die Insel und eine touristische Infrastruktur ist nur in Ansätzen vorhanden. Bei diesem Stammtisch wird Madagaskar als Reiseziel vorgestellt, einige Ansätze für nachhaltige Tourismusangebote erläutert und über die Herausforderungen des Landes in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung – auch in touristischer Hinsicht – gesprochen.

Jara Schreiber war 2014 für drei Monate in Madagaskar und arbeitet für den Schweizer-Madagassischen Reiseveranstalter PRIORI. PRIORI organisiert seit 1994 Individualreisen nach Madagaskar und sitzt in Antananarivo, Basel und Berlin.
Michel Adolphe kommt aus Madagaskar und hat für GIZ im Bereich Ländliche Entwicklung / Ressourcenschutz gearbeitet. Er ist Berater bei der NGO „Fiavotana“, ein Selbsthilfe-Entwicklungsprojekt für Frauen auf Sainte Marie, Madagaskar.

GATE e.V. Stammtisch mit Jara Schreiber und Michel Adolphe: Tourismus in Madagaskar

Wann:  Di, 20.01.2015 um 19:00 Uhr

Wo:      Café Hundertwasser (Obergeschoss),
Simon-Dach-Straße 39, 10245 Berlin, Friedrichshain.  
            Anfahrt: U5 Samariterstraße, U/S Warschauer Straße, Tram 10 Grünberger Straße, Bus                                 240 Boxhagener Platz

Um Weiterleitung an Interessierte wird gebeten.
Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme aller Interessierten und eine rege Diskussion!

Die PRIORI-Kleingruppenreisen 2015 sind buchbar!

Portrait einer Frau im Hochland von Madagaskar, PRIORI Reisen.Jedes Jahr konzipiert PRIORI in Madagaskar neben den Individualreisen auch einige spannende themenbezogene Kleingruppen-Reisen  zu festen Terminen.

Bereisen Sie Madagaskar im Jahr 2015 kulinarisch, auf der Spur der Reptilien, auf Trekkingtouren, mit Vanille-Duft, bei den Walen oder mit gleichgesinnten Frauen…lassen Sie sich inspirieren von unseren Angeboten:

Weitere Details zu den einzelnen Reisen, sowie Preise finden Sie in unserem aktuellen Katalog „Unsere Reisen in kleinen Gruppen 2015“.

Für Fragen und Informationen ist das PRIORI-Team jederzeit für Sie da!