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Reise zu Madagaskars Bäumen – Baobab und Ravenala

Auf einer Madagaskar-Reise sieht man viele exotische, bizarre und schöne Bäume. Madagsakar ist bekannt für seine einmalige Biodiversität und seine zahlreichen endemischen Pflanzenarten. Zwei bekannte Artgenossen sind die eindrücklichen Baobabs und die Ravenala-Palme, die auch „Baum der Reisenden“ genannt wird. 

Baobab

Titelbild Bildband Reise durch Madagaskar Stürtz Verlag, erschienen im Oktober 2014.Der auffällige Baobab ist eines der für Madagaskar typischsten Gewächse. Er wird auch als Affenbrotbaum oder aufgrund seiner einzigartigen Form als Kopfstandbaum bezeichnet. Weltweit gibt es acht Baobab-Arten, davon wachsen sieben auf Madagaskar, und von diesen sind sechs hier endemisch, also nur hier anzufinden. Baobabs sieht man auf einer Reise in Madagaskar ausschließlich im Westen der Insel. Besonders beliebt ist die Allee der Baobabs, die ein bekanntes Postkartenmotiv ist. Auch die Baobabwälder zwischen Moronbe und Belo sur Tsiribihina sind schöne Reiseziele für Baumliebhaber.

Madagaskars Baobabs werden bis zu 35 Meter hoch. Ihre Stämme sind säulenartig, ohne Äste, und können bis zu 7 Meter im Durchmesser umfassen. Auf ihnen thronen die verhältnismäßig kleinen Baumkronen. Von weitem betrachtet sehen die Bäume daher aus, wie umgekehrt in die Erde gerammt und gaben ihnen den Spitznamen „Kopfstandbaum“. Verschiedene Sagen in Madagaskar zu den Baobabs nehmen darauf Bezug.

Die Baobab-Früchte des Baumes sind länglich, braun und samtig, und enthalten vielen Samen. Teils wiegen sie bis zu 500 Gramm. Das Wort Baobab bedeutet etwa so viel wie „Frucht mit vielen Samen“ (arabisch „bu hibab“). Affenbrotbaum wird der Baobab genannt, weil die Früchte an Brot erinnern.
Baobab Affenbrotbaum Madagaskar PRIORI ReisenDie Früchte und Kerne des Baobabs sind essbar und gesund. Das säuerliche watteartige Fruchtfleisch enthält Vitamin C und B sowie viel Calcium. Sie werden auch als Heilmittel bei Entzündungen und Krankheiten wie Pocken und Masern genutzt.
Die Kerne sind etwa haselnussgroß und schmackhaft. Mit ihrem hohen Gehalt an Fett wird aus ihnen Öl gewonnen, welches viele gute Eigenschaften haben soll. Man verwendet die Samen in Madagaskar zudem als Herzmittel, bei Zahnschmerzen und Malaria-Erkrankungen.
Die Baobab-Blätter können als Gemüse gekocht werden. Ihnen wird eine heilende Wirkung bei Durchfallerkrankungen nachgesagt.

Ein Baobab-Baum kann in seinem Stamm bis zu 100.000 Liter Wasser speichern. Dies ist möglich, da im Inneren saugfähige Bartfasern liegen. Mit dieser Fähigkeit können die Bäume auch in sehr trockenen Gebieten gut überleben.
Aus den Fasern des Stammes werden in Madagaskar Hütten gebaut, Matten, Netze, Hüte und Körbe geflochten oder Schnüre produziert. Das Holz des Baumes ist sehr elastisch, verottet schnell und ist schwer zu verarbeiten – und wird daher nur selten genutzt.

Ravenala

Logo Air Madagascar Ravenala Baum der ReisendenDie Ravenala-Pflanze ist das Wahrzeichen Madagaskars. Ihr markanter Blätterfächer bildet seit 1922 das Nationalemblem des Landes. Es schmückt Madagaskars offizielles Siegel und seit den sechziger Jahren auch das Logo von Air Madagascar.

Die Ravenala-Pflanze sieht palmenähnlich aus und zählt zu den Bananengewächsen.  Ihre langstieligen Blätter fächern sich wie ein Pfauenrad auf. Die Gewächse können bis zu 15 Meter hoch wachsen, mit bis zu 3 Meter langen Blättern. Die Ravenala-Pflanze ist in Madagaskar endemisch, das heißt sie wächst ursprünglich nur dort. Mittlerweile wird sie auch in anderen Länder gepflanzt und als Zierpflanze vertrieben.
Ambalavao Baum des Reisenden Sonnenuntergang MadagaskarMan findet in Madagaskar vier Arten der Ravenala-Bäume: Malama (z.B. in Andasibe und Ranomafana), Hiranirana (vor allem an der Ostküste), Bemavo (die am häufigsten vorkommende Art, oft im Hochland zu sehen) und Horonorona (ähnlich zu Bemavo, oft an sumpfigen Gebieten in Küstennähe). Die Blüten der Ravenala sind klein, weiß und relativ unauffällig. Die Samen des Baumes befinden sich in etwa fingerlangen hellblauen Kapseln.

Besser bekannt ist die Ravenala als „Baum des Reisenden“ oder „Baum der Reisenden“.
Dieser Name kommt von den vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten der Pflanze: zum einen bietet das Blätterdach Reisenden Schutz vor Regen und Sonne, und die Blätter können zum Hausbau benutzt werden. Zum anderen kann der Holzstamm der Pflanze von durstigen Reisenden am Blattansatz angebohrt werden, um das dort angesammelte Wasser zu trinken. Die Samen und Blattspitzen des Baumes sollen auch essbar sein, jedoch etwas mehlig schmecken. Daneben gibt es in Madagaskar auch noch den Mythos, dass die Fächerarme des Ravenala-Baumes immer in Ost-West-Richtung stehen und dem orientierungslosen Reisenden die Himmelsrichtung anzeigen. Dies stimmt jedoch nicht immer: Der Fächer hat zwar diese Tendenz, wächst jedoch nicht immer in dieser Ausrichtung. Man sollte sich also nicht darauf verlassen. Laut einer Legende, kann der Baum der Reisenden auch Wünsche erfüllen.


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Reptilien-Insel Madagaskar

Durch die lange Isolation hat sich in Madagaskar eine ganz eigenwillige Fauna entwickelt. Auf der Insel im Indischen Ozean leben etwa 270 Reptilienarten, der allergrösste Teil davon (95 – 99%) ist endemisch: es gibt sie nur in Madagaskar.

Unter Madagaskars Reptilien finden sich das Nilkrokodil, mehr als 180 Eidechsen-Arten (dazu zählen Chamäleons, Leguane, Geckos, Skinke und Schildechsen), diverse Arten von Land- und Wasserschildkröten sowie Schlangen. Auch viele Arten von Amphibien, wie Frösche, finden sich auf der Großen Insel im Indischen Ozean.

Besonders ist, dass etliche Reptilien-Arten nur punktuell, in geografisch sehr limitierten Zonen Madagaskars vorkommen. Jede ökologische Nische wird von ganz spezifischen Tieren besetzt, wobei der Regenwald mehr Nischen bietet als der Trockenwald. Dies führt so weit, dass gleiche Nischen zuweilen doppelt besetzt sind: von tagaktiven und von nachtaktiven Tieren. Zu ihrer Verteidigung haben viele Reptilien in Madagaskar keine Aggressionswaffen entwickelt, sondern sich zu verblüffenden Tarnkünstlern entfaltet. Sie sind teilweise so gut getarnt, dass sie sogar auf Fotos schwer auszumachen sind. Andere hingegen sind auffallend gezeichnet mit farbigen schillernden Mustern.

Krokodile

Es gibt nur noch eine Art Krokodil auf Madagaskar, nachdem die grösseren Vertreter dieser Panzerechsen ausgestorben sind. Das heute noch – wenn auch selten – anzutreffende Nilkrokodil (voay oder mamba genannt) wird bis zu 6 Meter lang und ist für den Menschen das einzige gefährliche Tier Madagaskars. Es findet sich bis heute in etlichen Flussläufen und insbesonders im Unterlauf des Betsiboka. Das Krokodil gilt in vielen Regionen Madagaskars als Wiedergeburt der Ahnen und wird wegen seiner Kraft verehrt, wie beispielsweise in einem heiligen See bei Anivorano. Krokodilzähne gelten für vielen Madagassen als kraftvolle Glücksbringer. Doch trotzdem wurden und werden die Tiere intensiv gejagt, besonders wegen des – für den Touristenmarkt gesuchten – Leders. Noch immer werden Taschen, Schuhe und Geldbeutel aus Krokodilleder mitten in der Hauptstadt Antananarivo frei verkauft – und offenbar auch gekauft. In der Umgebung des Flughafens Ivato gibt es eine kommerzielle Krokodilfarm, die auch besichtigt werden kann.

Eidechsen

Die Echsenpopulation auf Madagaskar ist sehr vielseitig. Mehr als 180 Arten Eidechsen, Geckos und Chamäleons leben in den unterschiedlichen Naturlandschaften der Insel.

Chamäleons
Madagaskar beherbergt zweidrittel der weltweiten Chamäleonarten. Etwa 60 Arten der auf Madagaskar vorkommenden Chamäleons sind hier endemisch, also nur hier zu finden.
Reisende erfreuen sich besonders an den Pantherchamäleons mit seinen vielen Farbvariationen, den großen Parsons-Chamäleons oder an den bis zu 80 cm lang werdenden Riesenchamäleons. Schwieriger zu entdecken sind die kleinen Arten, darunter das nur etwa 1,5 cm lange Brookesia Micra, das als kleinstes Chamäleon der Welt gilt. Chamäleons bewegen ihre Augen unabhängig voneinander, und bewegen sich in ruckartigen Bewegungen, die an ein zögerliches Schreiten erinnern. Regungslos warten sie auf ihre Beute, wie Insekten oder Ameisen. Im geeigneten Moment schiesst die mehr als körperlange, aufgerollte Zunge auf die Beute zu, die an der klebrigen Zungenspitze hängen bleibt. Übrigens beziehen sich viele madagassische Sprichwörter, die zu Umsicht und Bedachtheit mahnen auf Chamäleons. Doch insgeheim fürchten sich viele Madagassen vor diesen Relikten einer fernen Urzeit und glauben, dass der Biss dieser Tiere tödlich sei.

Geckos
Überall in Madagaskar trifft man auf tag- und nachtaktive Gecko-Arten. Als bekanntester Vertreter gilt der grüne Madagaskar-Taggecko – phelsuma madagascariensis. Die verschiedenen Exemplare dieser Art mit unterschiedlichen Größen und Farbvariationen werden gerne fotografiert und finden sich oft an Hauswänden.  Ein besonderer Gecko ist der nur in Madagaskar vorkommende nachtaktive Plattschwanzgecko. Diese Tiere werden bis zu 35 cm groß und sind erstaunlich gut getarnt. Sie drücken sich tagsüber an Äste und Baumstämme, wobei ihre Hautfortsätze jegliche Kontur auflösen.

Leguane
Leguane existieren weltweit nur in Amerika und Madagaskar. Die Echsen werden bis zu 35 cm groß, dabei sind Körper- und Schwanzlänge oft in etwa gleich. In Madagaskar leben sieben Arten der dort (und teils auf den Komoren) endemischen Madagaskar-Leguane. Sie sind vor allem in den trockenen Gebieten im Südwesten der Insel zu finden.

Schildkröten

Zwei Arten von riesigen Landschildkröten sind in Madagaskar bereits ausgestorben. Es bleiben fünf Arten Landschildkröten, vier Arten Meeresschildkröten und vier Arten Süsswasserschildkröten übrig. Von den Landschildkröten sind vier endemisch, wovon die im trockenen Süden lebenden und bis zu 40 Zentimeter langen sokaka (Strahlenschildkröte) wegen ihrer auffallenden Rückenzeichnung am bekanntesten sind – und somit gefährdet. Auf dem schwarzen Rücken verlaufen gelbe Striche wie Sonnenstrahlen weg vom Zentrum eines jeden Segments der Rückenplatten. Die Schnabelbrustschildkröte hat wohl trotz eines Arterhaltungsprojektes mit der Aufzucht von Jungtieren das kritische Stadium der Ausrottung erreicht.
Die Meeresschildkröten Madagaskars sind für Taucher spannend. Vor den Küsten der Insel leben u.a. die Suppenschildkröte, die unechte Karettschildkröte und die Lederschildkröte. Letztgenannte zählt als größte Meeresschildkröte der Welt.
Für einige Ethnien Madagaskars ist das Essen von Schildkröten fady (tabu), andere wie die Sakalava und Vezo, benutzen Schildkröten für ihre Rituale.

Schlangen

Drei Familien an Schlangen und Blindschleichen leben in Madagaskar, die in mindestens 62 Arten eingeteilt sind. Meist sind es Nattern (50 Arten), nur drei Boa-Arten sind bekannt, die zwei bis drei Meter lang werden. Diese lebendgebärende Würgeschlange hat übrigens Verwandte in Südamerika, aber kommt nicht in Afrika vor, denn dort wurden die Boas von den aggressiveren Pythons (die es in Madagaskar nicht gibt) verdrängt. Boas werden in Madagaskar gejagt, gegessen und ihre Haut zu Leder verarbeitet.
Keine der Schlangen, die in Madagaskar vorkommen, ist für den Menschen gefährlich. Einige Trugnattern und die Blattnasennattern mit ihrem skurrilen Nasenfortsatz besitzen zwar Giftzähne, ihr Gift ist aber nur schwach.

Bis heute entdecken Forscher regelmäßig neue Reptilien-Arten in Madagaskar. Dabei gelten zahlreiche Gebiete der Insel bis heute als unerschlossen und wurden noch nicht besucht. Gleichzeitig gibt es jedoch leider auch große Areale, in denen Lebensräume für Tiere und Pflanzen aufgrund landwirtschaftlicher Nutzung, Besiedlung, Brandrodung oder der Abholzung von Edelhölzern bereits weitestgehend zerstört wurden – und werden.

PRIORI Reisen bietet auch eine Kleingruppen-Chamäleonreise an. Daneben geben wir gerne Auskunft zu den Reptilien Madagaskars, planen individuelle thematische Touren und Rundreisen – auch mit Reptilien-Bezug. Kontaktieren Sie uns!

Madagaskar-Infos auf der Terraristik-Börse in Berlin am 6.12.2014

PRIORI ist am 6.12.2014 mit einem Stand auf der Terraristik-Börse in Berlin vertreten und gibt kostenlose Informationen zu Madagaskar.

Chamäleon in Madagaskar entdecken mit PRIORI ReisenDenn in Madagaskar leben etwa 260 Reptilienarten, von denen der allergrößte Teil endemisch ist, also nur dort vorkommt. Extra für Reptilien-Liebhaber hat PRIORI eine Reptilien-Kleingruppenreise nach Madagaskar im April 2015 konzipiert!

Wir freuen uns über zahlreiche Besucher und stehen für Fragen rund um Madagaskar bereit.

Die Terraristik-Börse findet am Samstag, den 6. Dezember 2014, von 10:00 Uhr bis 15:30 Uhr in Berlin-Wilmersdorf statt:
Hohenzollernsaal,
Hohenzollerndamm 202-203 (direkt am U-Bhf. Hohenzollernplatz)
10717 Berlin-Wilmersdorf

Anfahrt mit BVG:
U3 – Hohenzollernplatz
U9 – Spichernstraße
BUS 249 – U-Bhf. Hohenzollernplatz

 

 

 

Madagaskars Nordwesten erkunden

Der Nordwesten Madagaskars ist landschaftlich vielfältig und bietet viele sehenswerte Punkte, unberührte Natur, schöne Strände und malerische Buchten für Reisende.

Eine Tour hier bietet sich besonders für Reisende an, denen wenig Zeit zur Verfügung steht, denn im Norden zeigt Madagaskar seine vielen Gesichter auf engem Raum.

Diego Suarez (Antsiranana)

Strassenecke mit altem Kolonialhaus in Diego Suarez, Madagaskar. Copyright PRIORI Reisen

Eines der alten Kolonialhäuser in Diego Suarez.

Diego Suarez, heute auch madagassisch Antsiranana genannt, ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region. Sie liegt an einer Bucht am äußersten Nordostzipfel Madagaskars. Mit seinen alten kolonialen Bauten und breiten Strassen lohnt sich ein Besuch in dieser beschaulichen Stadt Madagaskars. Von Diego Suarez können gut Tagesausflüge in die schöne Umgebung gestartet werden. Zudem ist diese Stadt meist Anfangs- oder Endpunkt einer Reise im Norden der Insel.

Naturparks und Reservate

Zahlreiche Nationalparks und Reservate mit ganz unterschiedlichen klimatischen Gegebenheiten und Formationen bieten Reisenden im Norden der Insel viele Wander- und Erkundungsmöglichkeiten:

  • Der feucht-grüne Bergnebelwald von Montagne d’Ambre mit Wasserfällen und Aussichtspunkten, die bis nach Diego Suarez und zum Meer blicken lassen.
  • Das weitläufige Naturreservat Ankarana mit seinem in sich geschlossenen Höhlensystemen, Trocken- und Regenwaldarealen und seiner Attraktion – dem Tsingy-Gebiet: scharfkantigen, bis zu 20 Meter hohen Kalksteinskulpturen aneinandergereiht auf einer ca. 50 Kilometer langen Fläche.
  • Die roten, weichen Sandsteintürme Tsingy Rouge sind von Diego Suarez gut in einem Tagesausflug zu bestaunen.

Gewürz- und Lebensmittelplantagen

In Anbetracht seiner natürlichen Gegebenheiten ist der nördliche Teil Madagaskars der reichste: man findet hier neben strahlend grünen Reisfeldern zahlreiche Plantagen für Zucker, Kakao, Kaffee, Gewürze wie Pfeffer, Ingwer, Zimt, Vanille sowie Ylang-Ylang, das zur Prafümherstellung verwendet wird. Hier im Norden erwirtschaftet die madagassische Republik mit Vanille, Kaffee und Pfeffer rund ein Drittel der gesamten Exporterlöse.
In der Stadt Ambilobe, an der Nationalstraße RN 6 (Route Nationale) zwischen Ambanja und Diego Suarez gelegen finden Reisende Zuckerrohr- und Caschewnssplantagen. In Ambanja und an der Westküste bei Ankify finden sich einige große und kleine Gewürzplantagen, die besichtigt werden können. Für den Anbau der Madagaskar-Vanille ist besonders die nordöstliche Region Sambava bekannt.

Edelsteine

Edelstein-Liebhaber und Interessierte können im Ort Ambondromamy einen Zwischenstop machen. Schon an der Haltestelle der Sammeltaxis (Taxi-Brousse) werden Funde aus der Gegend angeboten. Ambondromamy liegt an der Kreuzung von RN 4 und RN 6, wo letztere in nordöstlicher Richtung nach Port Berge, Antsohihy und Nosy Be abzweigt.

Inselwelten vor der Küste

Eine Reise durch den Norden lässt sich hervorragend mit einem Abstecher auf eine der zahlreichen tropischen Inseln verbinden, die vor der Nordwestküste Madagaskars im Kanal von Mosambik liegen, wie zum Beispiel:

  • Nosy Be – Die vulkanisch geprägte, fruchtbare Insel ist neben der Hauptstadt Antananarivo der meistbesuchte Flecken Madagaskars. Mit ihren weißen Stränden, gehobenen Ressorts und großem touristischen Angebot können Reisende sich hier mit fast westlichem Standard erholen.
  • Nosy Komba – Zwischen dem Hafenort Ankify und der Insel Nosy Be findet sich diese kleinere Nachbarinsel, die auch Lemureninsel genannt wird. Die Mohrenmakis sind die Attraktion hier. An der Südwestküste der grünen Insel findet sich ein schöner Strand mit Schnorchelmöglichkeiten.
  • Nosy Lava – Ein besonderes Erlebnis bietet ein Besuch der fast unbewohnten Insel Nosy Lava, die dem abgelegenen Ort Analalava vorgelagert ist. Hier befand sich bis 20014 ein Hochsicherheitsgefängnis, das heute nur noch aus verwitterten Ruinen besteht und besichtigt werden kann. Der schöne Sandstrand eigent sich für ein Picknick, das Meer für ein Bad oder Schnorchelgänge.
Picknick am Strand von Nosy Lava, vor dem Küstenort Analalava im Nordwesten Madagaskars. Copyright PRIORI Reisen.

Picknick am Strand von Nosy Lava. Die Insel ist in einer Stunde ab Analalava mit dem Boot zu erreichen.

Verkehrsanbindung

  • Der Nordteil Madagaskars lässt sich gut mit einem Fahrzeug plus Fahrer erkunden. Die Strasse Route Nationale (RN) 4 führt von Antananarivo bis Mahajunga und weiter bis Port Berge, und über Antsohihy, Ambanja bis Diego Suarez. Die Strassenqualität schwankt, wird aber stetig verbessert. Rechnen Sie für die reine Fahrtzeit ab Antananarivo bis Mahajunga mindestens zwei Tage ein, von Mahajunga bis nach Diego Suarez mindestens drei Tage.
  • Es gibt täglich Inlandsflüge von Antananarivo nach Mahajunga, Diego Suarez oder Nosy Be. Nosy Be kann von Diego Suarez 2-3mal pro Woche per Flug oder per Fahrzeug und Boot ab Ankify erreicht werden.

PRIORI bringt sie hin – und noch weiter. Schreiben Sie uns für ein Beratungsgespräch oder einen Reisevorschlag. Wir helfen Ihnen gerne weiter.