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Reise-Verständigung in Madagaskar

Als Reisender können Sie sich auf der gesamten Insel meist gut mit Französisch verständigen, vor allem in den Städten. Angestellte im touristischen Bereich sprechen manchmal auch etwas Englisch.

Ein paar Worte Malagasy für den alltäglichen Gebrauch erleichtern aber einiges – und öffnen Türen und Herzen:

Deutsch Malagasy Aussprache
Guten Tag/ Hallo Salama Salaam
Manao ahoana Mano oun
Auf Wiedersehen Veloma Veloum
Danke Misaotra Misoutr
Bitte/ Entschuldigung Azafady Asafad
Wie viel kostet…? Ohatrinona…? Odschin
(Sehr) gut Tsara (Be) Tsara (Be)

Für die Reise zu empfehlen ist der handliche Sprachführer vom Verlag Reise Know-How: Kauderwelsch Madagassisch – Wort für Wort Band 41 von Helena Voahanginirina Odendahl

Madagassisch – Einführung in die Sprache der Großen Insel

Madagaskar wird durch die gemeinsame Sprache Madagassisch (auch Malgache bzw. Malagasy genannt) geeint. Sie wird von der Mehrheit der Bevölkerung aller Ethnien gesprochen und ist die offizielle Sprache der Insel. Madagassisch wird zudem von einigen alten Exil-Madagassen auf den Komoren gebraucht. Daneben ist Französisch Amtssprache in Madagaskar.

Herkunft der Sprache

Madagassisch stammt im wesentlichen von der Indonesischen Sprache ab (westindonesischer Zweig der malayo-polynesischen Sprachfamilie), ist jedoch von afrikanischen und arabischen Worten durchsetzt.

Die Sprache ist sehr uniform, dennoch kann sie in zwei oder drei Dialekte eingeteilt werden: eine Variante im Westen und Süden und eine weitere im Osten und im Zentrum und als dritte Variante ein Gemisch aus den ersten beiden Dialektformen im Norden.

Besonderheit der Sprache

Die Sprache Madagassisch fördert eine blumige und stark beschreibende Ausdrucksweise. Die Madagassen lieben Bedeutungen, feinsinnige Wortnuancen und doppelbödige Wortspiele. Dies kommt in Reden oder madagassischer Poesie zum Ausdruck, ebenso wie in Wortbildungen der Alltagssprache. So heißt z.B. das Wort für Sonne „masoandro“ wörtlich übersetzt „Auge des Tages“.

In alle Darbietungen und zu verschiedenen Anlässen streuen Madagassen gerne Sprichwörter (ohabolana) ein, die aus den vielen jahrhundertealte Volksweisheiten stammen und bis heute als Weisheit der Ahnen angesehen werden.

Auch in Ortsnamen schlägt sich die Bildlichkeit der Sprache nieder. Auch wenn man oft keine eindeutigen Gründe für die Namensgebung nachvollziehen kann, so kann man häufig Wortelemente finden, die auf die Eigenschaften des Ortes Bezug nehmen: ‚be‘ (gross), ‚vato‘ (Stein), ‚hazo‘ (Wald) und viele andere.