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Fünf Tipps für die Planung einer Madagaskar Reise

1. Weniger Programm – mehr Zeit

„Wandern im Isalo Nationalpark, Tauchkurs in Mangily, natürlich die Baobabs sehen und die Steinformationen der Tsingy besichtigen, und zum Abschluss vier Tage Trekking durch den Masoala Nationalpark. – Wir haben zwei Wochen Zeit.“

Spielende Kinder auf einem Sandplatz im Hochland von Madagaskar bei Abendlicht.

Spielende Kinder im Hochland. PRIORI Reisen.

Auch wenn es noch so verlockend ist, Reisende sollten bei der Planung Ihrer Reise nach Madagaskar bedenken, dass die Insel wirklich goß ist und die Straßen wirklich schlecht sind. Ein zu ambitioniertes Reiseprogramm ist immer verbunden mit Stress, vermeidbaren kostspieligen Inlandsflügen und langen Autofahrten bis in die Nacht. Ein gutes Programm besteht daher aus kleinen Etappen und Möglichkeiten für spontane Pausen oder Anpassungen. So haben die Reisenden Zeit, Madagaskars einzigartige Vielfalt und besondere Stimmung in Ruhe zu erleben. Und nur so entstehen intensive Begegnungen und Erlebnisse. Das Motto für Madagaskar lautet: Weniger ist mehr.

 2. Sinnvolle Reiseroute

Madagaskar vereint drei Klimazonen auf einer Insel. Das madagassische Wetter wird dabei am meisten von Trocken- und Regenzeit beeinflusst. Dies kann die Reiseplanung komplex machen. Einige Regionen oder Orte Madagaskars sind zu bestimmten Zeiten nicht zugänglich und einige Aktivitäten unmöglich. Nur wenige Reiserouten machen ganzjährig Sinn, einige Strassen sind monatelang unpassierbar. Fast keiner der 15 madagassischen Nationalparks ist zu jeder Jahreszeit zu durchwandern. Gute Planung lohnt sich – eine durchdachte Route ist ausschlaggebend für eine eindrückliche Reise durch Madagaskar und spart viele Nerven und Frustration.

3. Nicht an der falschen Stelle sparen

Geländewagen auf einer Piste in Madagaskar

Offroad unterwegs in Madagaskar. PRIORI Reisen.

So günstig viele Dinge in Madagaskar auch sind, an manchen Stellen sollte bei einer Reise durch das Land einfach nicht gespart werden. Dies gilt vor allem für einen zuverlässigen, ortskundigen und fremdsprachigen Guide und für die Buchung eines Mietwagens. Beide Dienstleistungen sind essentiell für eine gelungene Reise auf der Insel. Besonders aufgrund Madagaskars herausfordernden Strassen und der nur stellenweise vorhandenen touristischen Infrastruktur sind diese Aspekte ausschlaggebend. Reisende sollten sichergehen, dass der Mietwagen komfortabel, gewartet und auch versichert ist (dies ist leider nicht immer der Fall). Ebenso sollte der genannte Miet-Preis auch wirklich alle entstehenden Kosten decken. Bei zahlreichen Vermietungen sind am Ende der Reise noch Rechnungen zu bezahlen, die den Reisenden vorher nicht klar waren. Der Fahrer und Guide sollte sich wirklich auf der Reiseroute auskennen und sich mit den Reisenden ohne Probleme auf Französisch, Englisch oder Deutsch – je nach Buchung – verständigen können. Erst ein begeisterter Fahrer, der sein Land kennt und sein Wissen gerne mit Reisenden teilt macht eine Reise durch Madagaskar unvergesslich.

4. Puffer am Ende der Reise

Flugzeug von Air MAdagascar am Flughafen Tulear

Eine Maschine der Air Madagascar. PRIORI Reisen.

Madagaskar-Besucher sollten genügend Zeit einplanen zwischen einzelnen Etappen ihrer Reise. Dies gilt besonders vor der Rückreise. Inlandsflüge mit Air Madagascar sind nicht selten verspätet, teils gehen sie auch früher oder es kommt zu Flugausfällen – dabei ist die Informationslage oft spärlich. Vor dem internationalen Flug empfiehlt es sich unbedingt, einen Puffer-Tag in der Hauptstadt Antananarivo einzulegen. Nicht selten verpassen Reisende ihren Anschluss- oder Fernflug, weil der Inlandsflug zu spät geht oder gecancelt wurde. Vermeiden Sie diese – oft kostspielige und immer ärgerliche – Gefahr. Auch wenn Sie Madagaskar mit einem Fahrzeug bereisen ist es entspannter, einen Tag vor dem Rückflug in Antananarivo anzukommen. Nutzen Sie die Zeit, um die Stadt zu besichtigen, schön essen zu gehen, einen Kochkurs zu machen oder entspannt die letzten Souvenirs zu besorgen.

5. Aktuelle Infos und Ortskenntnisse

Kann ich in diesem Ort Geld wechseln oder abheben? Ist dieser Nationalpark mit einem normalen Auto erreichbar oder nur mit einem Geländewagen? Ist dieses Hotel ein guter Ausgangspunkt für meine geplanten Aktivitäten oder zu weit weg? Ist dieser wunderschöne See zum Baden geeignet oder ist dieser Ort heilig und mit einem der vielen madagassischen Tabus belegt?

Wer Orte und Unterkünfte in Madagaskar nicht kennt, hat oftmals auch keine Vorstellung, welche Möglichkeiten es dort gibt und auf was zu achten ist. Dies kann zu unangenehmen Situationen führen oder auch zur Verzögerung der ganzen Reise. Reisende sollten die wichtigsten Fragen vor der Reise klären. Vor Ort hilft es, einen kompetenten Ansprechpartner zu haben, der aktuelle Informationen und das nötige Know-How hat.

 

PRIORI berät ausführlich und stellt machbare und spannende Reiseprogramme zusammen. Unsere Mitarbeiter vor Ort kennen alle Reisemöglichkeiten selbst und haben immer die nötigen und aktuellen Informationen. PRIORI bucht Ihre Flüge – sowohl Fernflüge als auch Inlandsflüge. Bei Änderungen halten wir Sie automatisch auf dem Laufenden. Kontaktieren Sie uns jederzeit!

Tabus in Madagaskar – die Fady

Eine wichtige Rolle in Madagaskar spielen bis heute die Fady.
Was hat es damit auf sich?

Fady sind bestimmte traditionelle Tabus und Verhaltensegeln. Sie regeln in Madagaskar von jeher das Funktionieren der Gesellschaft und verankern einen Menschen in seiner sozialen Umgebung. Fady sind in allen Volksgruppen der Insel verbreitet. Sie müssen von der Bevölkerung (und teils auch von Reisenden) eingehalten werden.

Für Außenstehende sind Fady eine Wissenschaft für sich.

Es können ganz verschiedene Dinge mit einem Fady belegt sein: Einzelne Handlungen, Lebewesen, Gegenstände, Orte und Wörter. Viele Tabus für jeden gültig und allgemein bekannt, andere sind so speziell und individuell, dass sie niemals öffentlich werden dürfen. Manche Fady sind sozial, zeitlich und örtlich begrenzt. Manche Fady betreffen nur eine Familie und werden von Generation zu Generation weitervererbt.

Fady bedeutet: ‚Du sollst nicht‘, und ist immer eine Warnung.

Ein madagassische Sprichwort sagt: Ich würde lieber sterben, als etwas essen, das Fady ist. Eine Missachtung von Fady – auch unbeabsichtigt – bedeutet, dass man als „unsauber“ gilt, vom sozialen Umfeld ausgeschlossen werden kann oder sich selbst nicht mehr zugehörig fühlt, eine Bestrafung erhält oder sogar stirbt. Eine Krankheit wird eigentlich immer zuerst als Nichteinhaltung eines Fady (ota fady) zurückgeführt.

Für Reisende in Madagaskar sind Fady nur bedingt allgegenwärtig.

So wird z.B. bei Wanderungen darauf hingewiesen, dass zu bestimmten Orten kein Schweinefleisch und kein Knoblauch mitgebracht werden darf, oder dass auf Grabmäler nicht mit dem ausgestreckten Zeigefinger gezeigt werden soll.

Es schadet nie, sich der Tradition bewusst zu sein und nachzufragen, wo man sich unsicher ist.

PRIORI kann Ihnen jederzeit Informationen dazu geben und weiterhelfen!
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