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Tsingy – Madagaskars einzigartige Nadelfelsen

Die Tsingy in Madagaskar sind silbrigblaue zerklüftete, filigrane Steinformationen, die sich über große Flächen ausbreiten und spektakuläre Landschaften bilden. Die schroffen, messerscharfen Felsenwände mit Schluchten und Höhlen bilden ganz besondere Strukturen und sehr imposante Gebilde, die wunderbare Fotomotive liefern und immer einen Besuch lohnen. Sie zählen eindeutig zu den Sehenswürdigkeiten Madagaskars!

Die Kalkfelsenwelten der Tsingy in Madagaskar entstanden aus riesigen Korallenbänken, die aus dem Meer emporgehoben und durch Wind und Wasser bizarr ausgewaschen wurden. Bis zu 40 Meter hoch türmen sich die Gesteinsnadeln, dazwischen liegen kaum zugängliche Inselwälder und kleine Seen mit zahlreichen Tier- und Pflanzenarten. Auf verschiedenen Routen kann diese unwirtliche Oberfläche durchwandert werden.

Das Wort Tsingy bedeutet auf Madagassisch “auf Zehenspitzen laufen”. Damit werden die messerscharfen Kanten beschrieben, welche die Kalkfelsen ausmachen und schon mancherlei Schürfwunde verursacht haben. Feste Schuhe und lange Hosen sind für Touren in den Tsingy ausdrücklich zu empfehlen.

Die Tsingy kommen in Madagaskar an drei Orten vor:

Das Naturschutzgebiet Tsingy von Bemaraha gehört mit seinen über 150.000 Ha zu den größten von Madagaskar und zählt zu den landschaftlichen Höhepunkten im Westen des Landes. Die UNESCO hat diese faszinierende Formation beim Flusstal des Manambolo mit ihren Schluchten, Canyons, Höhlen und Grotten zum Schutzgebiet erklärt und in ihre Liste der Weltkulturerbes der Menschheit aufgenommen. Wind und Wasser haben hier eine geologische Wunderwelt geschaffen.
Zwischen den Nadelfelsen aus Kalkstein wachsen neben bis zu 40 Meter hohen Bäumen auch die endemischen Zwergbaobabs sowie Aloen und Liliaceen. Braune Lemuren, der tanzende Sifaka, der seltene einzigartige Fischadler, die gurrenden blauen Couas (ein endemischer Vogel typisch in diesem Trockengebiet) und viele Reptilienarten haben hier ihr Refugium gefunden.
Von einer Plattform bietet sich ein einmaliges atemberaubendes Panorama bis 360 Grad Rundsicht und die Überquerung einer Hängebrücke über eine rund 40 Meter tiefe Schlucht gehört auch zu einem weiteren Höhepunkt dieses Abenteuers

Abgelegener und um einiges weniger besucht sind die Tsingy von Namoroka. Dieser Naturpark bietet eine große Anzahl endemischer Tier- und Pflanzenarten und ist sehr ursprünglich. Die Tsingy von Namoroka liegen in der Region Soalala, knapp 200 Kilometer südlich von Mahajanga, in einem bis heute sehr unzugänglichen und wilden Gebiet Madagaskars. Eine Tour dorthin ist spektakulär, abenteuerlich und ganz bestimmt sehr eindrücklich.

Die Tsingy von Ankarana liegen im Norden von Madagaskar, an der Route RN6 südlich von Diego Suarez. Diese sehr eindrückliche Landschaft im Nationalpark Ankarana ist gut erreichbar und bietet Reisenden verschiedene Touren zwischen den bis zu 20 Meter hohen scharfkantigen Skulpturen. Trockenwälder, Schluchten und zahlreiche Reptilien- und Lemurenarten können beobachtet werden.

Auch Tsingy genannt, aber nicht wirklich dazu gehörend sind die roten Tsingy „Tsingy Rouge“ im Norden Madagaskars kurz vor Diego Suarez. Die roten Tsingy sind Laterit- und Sandsteinböden, welche durch Wind und Wasser so erodiert sind, dass sich auf einer kleinen Fläche in einer Schlucht rötlich-braune mannshohe, turmartige Kathredralen gebildet haben. Auch sie können besichtigt werden.

Reise nach Madagaskar…mit den richtigen Schuhen

Die Madagaskar-Reise naht und die Frage kommt auf: Welche Schuhe auf die Reise mitnehmen, damit man für alle Situationen gewappnet ist, aber nicht zu viel und vor allem zu schwer trägt? PRIORI hat einige Infos zu Schuhen und Madagaskar zusammengestellt.

Madagaskar barfuss

In Madagaskar laufen die Menschen – vor allem auf dem Land – zu grossem Teil barfuss. Auch lange Strecken in unwegigem Gelände und Arbeitswege mit schwerem Gepäck auf dem Kopf werden von den Madagassen leichtfüssig und graziös ohne Schuhe zurückgelegt.

Wenn Schuhe getragen werden, dann sind es meist einfache Badeschlappen oder Flip Flops, die aus China importiert und billig auf der ganzen Insel verkauft werden. Für viele Madagassen sind dies die einzigen Schuhe, die sie sich leisten können. Leider halten sie nicht sehr lange und so liegen in Madagaskar an vielen Orten kaputte Plastikschlappen herum und verschmutzen die Insel.

Für Reisende ist es kein Problem, mit einfachen Sandalen herumzulaufen und auch in Restaurants zu gehen. Ausnahme ist dabei mittlerweile die Hauptstadt Antananarivo, wo bei Restaurant- und Barbesuchen oft geschlossene Schuhe oder schickere Sandalen angemessen sind. Generell muss man sich als Reisender nicht schick anziehen, man zeigt aber Respekt, indem man sich gepflegt und angemessen kleidet.

Die passenden Schuhe für Ihre Madagaskar-Reise

Am Strand und an den tropischen Küsten mit durchgehend warmen Temperaturen sind leichte offene Schuhe sehr angenehm. Madagaskars Hochland hingegen kann sehr kühl werden und in den europäischen Sommermonaten – dem madagassischen Winter – sind geschlossene Halb-Schuhe und Socken hier sehr angenehm.

Madagaskar Wander-Reise Andrinitra Nationalpark Schuhe PRIORI

Wanderung im Andringitra Nationalpark, Madagaskar.

Beachten Sie, dass es in Madagaskar oft regnet. Auch während der Trockenzeit kommt Regen vor, und vor allem an der feucht-grünen Ostküste des Landes und in Regenwald-Gebieten und Nationalparks gibt es viel Wasser. Wasserfeste Wander-Schuhe, Trekking–Sandalen oder schnelltrocknendes Schuhwerk sind hier hilfreich.

Steinige Böden oder scharfkantige Kalkformationen (z.B. bei Besuch der Tsingy) in Nationalparks können die Fuss-Sohlen schnell schmerzen lassen, wenn die Schuhe nicht gut besohlt sind. Festes Schuhwerk ist hier sehr angenehm für die Füsse. Für längere Wandertouren sollten gut eingelaufene knöchelhohe Wanderschuhe im Gepäck sein.

Überlegen Sie sich, wie Ihr Reiseprogramm aussieht, bevor Sie Ihre Schuhe für das Gepäck wählen.

Generell kommt man mit

  • gut eingelaufenen Wander- oder Trekkingschuhen mit fester Sohle für Nationalparks und Touren,
  • (Trekking-)Sandalen oder Badeschlappen für den Strand, und
  • ein Paar leichten und schnell trocknenden Halb- oder Stoffschuhen für unterwegs/ die Städte

sehr gut zurecht auf einer Madagaskar-Reise.

Gefahren und Schutz für die Reise-Füsse in Madagaskar

Madagaskar ist Malaria-Gebiet. Vor allem ab nachmittags sollten auf die Anopheles-Mücken achten. Füsse sind beliebte Stellen für Stiche – geschlossene Schuhe und helle Socken können helfen.

Vorsicht geboten ist bei stehenden oder langsam fliessenden Gewässern in Madagaskar. Hier kommen die tropischen Bilharziose-Erreger vor, die zu langwierigen Erkrankungen führen können. Madagaskar-Reisende sollten daher nicht in Binnengewässern baden oder sie barfuss durchwaten. Hier hilft zum Beispiel das Tragen von Trekking-Sandalen.

Auch Sandflöhe kommen in Madagaskar vor und können unangenehme Bisse an den Fuss-Sohlen verursachen. Vor allem bei staubigem Untergrund und in der Nähe von Nutz-Tieren kommen die kleinen Plagegeister vor. Es empfiehlt sich daher abends gründlich die Füsse zu waschen, und gegebenenfalls geschlossene Schuhe zu tragen.

Haben Sie Fragen oder sind unsicher bei Ihrer Reiseplanung? PRIORI hilft Ihnen gerne weiter bei allen Fragen rund um Madagaskar, Gepäck-Fragen und die Reiseorganisation. Kontaktieren Sie uns jederzeit!

Als Hilfestellung haben wir auch unsere PRIORI-Packliste für Madagaskar-Reisen erarbeitet.