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Ortsnamen in Madagaskar

Meilenstein Ortsschild Strassenschild Ortsnamen Madagaskar Vohipeno Ivondro PRIORI ReisenDie Namen von Städten und Orten in Madagaskar stiften oft Verwirrung bei Reisenden.

Zum einen sind madagassische Namen meist sehr lang, und die Aussprache ganz anders, als man beim Lesen denkt. Die Einheimischen verschlucken viele Silben einfach oder benutzen Kurzformen.

Zudem haben etliche Orte in Madagaskar zwei Namen. Dies hat folgenden Grund: Von 1896 bis 1960 war Madagaskar französische Kolonie. In diesen Jahren haben sich zahlreiche Städte- und Ortsnamen in Madagaskar etabliert.
Nach Ende der Kolonialzeit folgte in Madagaskar eine Rückbesinnung zur madagassischen Sprache („Malgaschisierung“). In diesem Rahmen wurden viele aus der Kolonialzeit stammenden Orts- und Straßennamen geändert. Es handelt sich um ein Phänomen, das man in vielen ehemals kolonialisierten Ländern findet. In Madagaskar heißt z.B. Tuléar seither Toliara, Tananarive wurde zu Antananarivo, Tamatave zu Toamasina und Diego Suarez zu Antsiranana.

Die Liste der Orte mit geänderten Namen ist lang. Es haben sich allerdings nicht immer die madagassischen Namen durchgesetzt – oft sind bis heute die „kolonialfranzösischen“ Namen in Gebrauch, wie bei der Insel Sainte Marie, die von fast niemandem Nosy Boraha genannt wird. Und kaum ein Madagasse wird heute den ursprünglichen, madagassischen Namen des Küstenortes Brickaville – Ampasimanonolotra – kennen. Oft werden auch beide Namen nebeneinander benutzt, wie in Antsiranana/ Diego Suarez.

So verwirrend die Bezeichnung, so verwirrend ist oft auch die uneinheitliche Schreibweise der Ortsnamen. Die madagassische Name für Tuléar wird z.B. Taolagnaro oder Tolanaro, und hin und wieder auch Tolannaro geschrieben. Auch die Benutzung von Akzenten und Bindestrichen wird kaum einheitlich vorgenommen.

Um die Verwirrung komplett zu machen tragen zahlreiche Orte in Madagaskar auch den gleichen Namen. Das Madagassische ist eine sehr lautmalerische Sprache. Oft haben madagassische Ortsnamen einen Sinn und eine bestimmte – oftmals geografische – Bedeutung. So bedeutet z.B. antsi groß und ranana Hafen. Der Name Antsiranana bedeutet also großer Hafen. Da die Bedeutungen für mehrere Orte zutreffen können, kommt es vor, dass zwei oder mehr Orte die gleichen Namen tragen. Ranomafana heißt übersetzt „wo es heißes Wasser gibt“ und ist der Name für mehrere Ortschaften Madagaskars, die heiße Quellen besitzen. Um sie voneinander zu unterscheiden werden oft geografische Zusätze – wie Norden oder Süden – benutzt.

Im folgenden eine Auflistung der Namen madagassische Orte (französisch und madagassisch):

Tananarive        Antananarivo (Stadt der Tausend)

Tamatave          Toamasina (wo es salzig ist)

Diègo Suarez     Antseranana, Antsiranana (großer Hafen)

Perinet               Andasibe

Fort Dauphin     Tolanaro, Tolagnaro, Tolannaro

Tulear                Toliara (wo man ankern kann)

Majunga            Mahajanga (Stadt der Blumen)

Foulpointe         Mahavelona

Hell Ville             Andoany

Vohemar            Iharana

Ste. Marie           Nosy Boraha

Brickaville           Ampasomanolotra

Joffreville             Ambohitra

Nosy Komba       Nosy Ambariovato

Port Bergé           Bozinziny

Fénerive Est         Fenoarivo

Pangalanes         Ampangalana

Tages-Ausflüge von Diego Suarez

Die Stadt Diego Suarez liegt auf einer Halbinsel am äußersten Nordostzipfel Madagaskars. Sie bietet sich als Ausgangspunkt für schöne Tagesausflüge an:

Straße mit einer typisch madagassischen Rikscha in Diego Suarez, der nördlichsten Stadt Madagaskars. Copyright PRIORI Reisen.

Straße mit einer typisch madagassischen Rikscha in Diego Suarez, der nördlichsten Stadt Madagaskars.

„Die drei Buchten“

Machen Sie einen Ausflug zu den drei schönen, im Osten liegenden Buchten: Sakalava-Bucht, Dünen-Bucht und Tauben-Bucht. Reisende finden hier weissen Sand und tiefblaues Meer zum Schwimmen und Verweilen.

„Ramena und Mer d’Emeraude“

Etwa 25 Kilometer östlich von Diego Suarez liegt der ruhige Strandort Ramena. Hier lässt sich sehr gut frischer Fisch essen. Von Ramena kann eine einstündige Fahrt mit einem Segelboot durch das türkisblaue Binnenmeer und entlang weißer Sandstrände zum Mer d’Emeraude unternommen werden. Das ruhige Mer d’Emeraud mit seinem vorgelagerten Korallenriff lädt zum Schnorcheln, Schwimmen oder Angeln ein, ebenso wie zu einem entspannten Picknick am Strand.

Segelboot auf dem Weg zum Mer d'Emeraude östlich von Diego Suarez, Nord-Madagaskar. Copyright PRIORI Reisen.

Segelboot auf dem Weg zum Mer d’Emeraude östlich von Diego Suarez.

„Montagne des Francais“

Der Weg zum Berg Montage des Français etwas außerhalb von Diego Suarez führt vorbei an den typischen Baobabs im Norden Madagaskars, verschiedene Sukkulentenpflanzen und durch einen artenreichen Dornenwald.
Der Aufstieg ist ziemlich steil und die Vegetation ein untrügliches Zeichen für die lokale Regenarmut. Doch es lohnt sich: Am Ziel überblickt man die Bucht von Diego mit dem so genannten Zuckerhut im Hintergrund, eine unbewohnte Insel mit einer schöner Kegelform.

„Tsingy Rouge“

Die bizarr anmutenden weichen roten Sandstein-Türme der Tsingy Rouge liegen versteckt in einem Krater und einer Senke, in die man hinabsteigen kann. Sie bilden einen schönen Kontrast zum Himmel und sind besonders nach Regen tiefrot. Die Anfahrt von Diego dauert etwa 1,5 Stunden, wovon etwa die Hälfte der Strecke auf einer Erdpiste erfolgt.

Die Tsingy Rouge im Norden von Madagaskar, südlich von Diego Suarez. Copyright PRIORI Reisen.

Tsingy Rouge

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Madagaskars Nordwesten erkunden

Der Nordwesten Madagaskars ist landschaftlich vielfältig und bietet viele sehenswerte Punkte, unberührte Natur, schöne Strände und malerische Buchten für Reisende.

Eine Tour hier bietet sich besonders für Reisende an, denen wenig Zeit zur Verfügung steht, denn im Norden zeigt Madagaskar seine vielen Gesichter auf engem Raum.

Diego Suarez (Antsiranana)

Strassenecke mit altem Kolonialhaus in Diego Suarez, Madagaskar. Copyright PRIORI Reisen

Eines der alten Kolonialhäuser in Diego Suarez.

Diego Suarez, heute auch madagassisch Antsiranana genannt, ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region. Sie liegt an einer Bucht am äußersten Nordostzipfel Madagaskars. Mit seinen alten kolonialen Bauten und breiten Strassen lohnt sich ein Besuch in dieser beschaulichen Stadt Madagaskars. Von Diego Suarez können gut Tagesausflüge in die schöne Umgebung gestartet werden. Zudem ist diese Stadt meist Anfangs- oder Endpunkt einer Reise im Norden der Insel.

Naturparks und Reservate

Zahlreiche Nationalparks und Reservate mit ganz unterschiedlichen klimatischen Gegebenheiten und Formationen bieten Reisenden im Norden der Insel viele Wander- und Erkundungsmöglichkeiten:

  • Der feucht-grüne Bergnebelwald von Montagne d’Ambre mit Wasserfällen und Aussichtspunkten, die bis nach Diego Suarez und zum Meer blicken lassen.
  • Das weitläufige Naturreservat Ankarana mit seinem in sich geschlossenen Höhlensystemen, Trocken- und Regenwaldarealen und seiner Attraktion – dem Tsingy-Gebiet: scharfkantigen, bis zu 20 Meter hohen Kalksteinskulpturen aneinandergereiht auf einer ca. 50 Kilometer langen Fläche.
  • Die roten, weichen Sandsteintürme Tsingy Rouge sind von Diego Suarez gut in einem Tagesausflug zu bestaunen.

Gewürz- und Lebensmittelplantagen

In Anbetracht seiner natürlichen Gegebenheiten ist der nördliche Teil Madagaskars der reichste: man findet hier neben strahlend grünen Reisfeldern zahlreiche Plantagen für Zucker, Kakao, Kaffee, Gewürze wie Pfeffer, Ingwer, Zimt, Vanille sowie Ylang-Ylang, das zur Prafümherstellung verwendet wird. Hier im Norden erwirtschaftet die madagassische Republik mit Vanille, Kaffee und Pfeffer rund ein Drittel der gesamten Exporterlöse.
In der Stadt Ambilobe, an der Nationalstraße RN 6 (Route Nationale) zwischen Ambanja und Diego Suarez gelegen finden Reisende Zuckerrohr- und Caschewnssplantagen. In Ambanja und an der Westküste bei Ankify finden sich einige große und kleine Gewürzplantagen, die besichtigt werden können. Für den Anbau der Madagaskar-Vanille ist besonders die nordöstliche Region Sambava bekannt.

Edelsteine

Edelstein-Liebhaber und Interessierte können im Ort Ambondromamy einen Zwischenstop machen. Schon an der Haltestelle der Sammeltaxis (Taxi-Brousse) werden Funde aus der Gegend angeboten. Ambondromamy liegt an der Kreuzung von RN 4 und RN 6, wo letztere in nordöstlicher Richtung nach Port Berge, Antsohihy und Nosy Be abzweigt.

Inselwelten vor der Küste

Eine Reise durch den Norden lässt sich hervorragend mit einem Abstecher auf eine der zahlreichen tropischen Inseln verbinden, die vor der Nordwestküste Madagaskars im Kanal von Mosambik liegen, wie zum Beispiel:

  • Nosy Be – Die vulkanisch geprägte, fruchtbare Insel ist neben der Hauptstadt Antananarivo der meistbesuchte Flecken Madagaskars. Mit ihren weißen Stränden, gehobenen Ressorts und großem touristischen Angebot können Reisende sich hier mit fast westlichem Standard erholen.
  • Nosy Komba – Zwischen dem Hafenort Ankify und der Insel Nosy Be findet sich diese kleinere Nachbarinsel, die auch Lemureninsel genannt wird. Die Mohrenmakis sind die Attraktion hier. An der Südwestküste der grünen Insel findet sich ein schöner Strand mit Schnorchelmöglichkeiten.
  • Nosy Lava – Ein besonderes Erlebnis bietet ein Besuch der fast unbewohnten Insel Nosy Lava, die dem abgelegenen Ort Analalava vorgelagert ist. Hier befand sich bis 20014 ein Hochsicherheitsgefängnis, das heute nur noch aus verwitterten Ruinen besteht und besichtigt werden kann. Der schöne Sandstrand eigent sich für ein Picknick, das Meer für ein Bad oder Schnorchelgänge.
Picknick am Strand von Nosy Lava, vor dem Küstenort Analalava im Nordwesten Madagaskars. Copyright PRIORI Reisen.

Picknick am Strand von Nosy Lava. Die Insel ist in einer Stunde ab Analalava mit dem Boot zu erreichen.

Verkehrsanbindung

  • Der Nordteil Madagaskars lässt sich gut mit einem Fahrzeug plus Fahrer erkunden. Die Strasse Route Nationale (RN) 4 führt von Antananarivo bis Mahajunga und weiter bis Port Berge, und über Antsohihy, Ambanja bis Diego Suarez. Die Strassenqualität schwankt, wird aber stetig verbessert. Rechnen Sie für die reine Fahrtzeit ab Antananarivo bis Mahajunga mindestens zwei Tage ein, von Mahajunga bis nach Diego Suarez mindestens drei Tage.
  • Es gibt täglich Inlandsflüge von Antananarivo nach Mahajunga, Diego Suarez oder Nosy Be. Nosy Be kann von Diego Suarez 2-3mal pro Woche per Flug oder per Fahrzeug und Boot ab Ankify erreicht werden.

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