Archiv der Kategorie: Unterwegs in Madagaskar

Hier finden Sie viele Infos, die Ihnen während Ihrer Reise nützlich sein können: Feiertage, Öffnungszeiten, Infos zu Einkaufen, Märkten, Souvenirs, Handwerk – Verhaltensregeln, angemessener Kleidung etc.

Madagaskar: Stadtplan Antananarivo

Ein Stadtplan vom Zentrum Antananarivos, der Hauptstadt Madagaskars
Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken…

Stadtplan-Antananarivo-PRIORI.web

Das PRIORI Reisen-Büro in Antananarivo (kurz Tana) befindet sich im Viertel Tsaralalàna, unweit des Bahnhofs. Kommen Sie gerne vorbei! Unser Madagaskar-Team freut sich immer auf Ihren Besuch und hilft Ihnen auch vor Ort gerne weiter bei allen Fragen rund um Madagaskar. Auch unser Piratenmuseum finden Sie hier in unseren Büroräumlichkeiten.

PRIORI Sarl.
103, Rue de Liège, Tsaralalana
B.P. 237, Antananarivo 101
Telefon: +26 120 22 625 27
Mail: priori@moov.mg
Web: www.priori.ch
Montags bis Freitags, 8:00 – 12:00 Uhr, 13:00 – 18:00 Uhr

Madagaskar – Sicherheit in Antananrivo und Ferienorten

Wie sicher ist man als Reisender in Antananarivo und Madagaskars Ferienorten?

Generell ist Madagaskar ein armes Land und Reisende treffen hier auf die gleichen Probleme, die sie auch in anderen Entwicklungsländern finden. Mit Achtsamkeit und einigen Verhaltensregeln beim Reisen ist Madagaskar kein unsicheres oder gefährliches Reiseland. Die allermeisten Madagassen sind sehr freundlich, zurückhaltend und hilfsbereit.

In Madagaskars Städten kann es zu Taschendiebstählen und bewaffneten Überfällen kommen und Reisende bzw. Ausländer (vahaza) sind dabei auch betroffen, da sie als wohlhabend gelten. Besonders in Madagaskars Hauptstadt Antananarivo und an menschengefüllten Orten, wie Märkten, den Busstationen der Überlandtaxibusse (Taxi Brousse) und in Einkaufsstrassen sollten Reisende daher sehr achtsam sein.
Auch in den kleineren Städten und in ruhigeren touristischen Orten an der Küste Madagaskars kommt es hin und wieder zu Diebstählen und Überfällen. Die Kriminalitätsrate ist zwar nicht besonders hoch, aber leider auch hier  gestiegen.
Generell variiert die Kriminalität in Madagaskar stark nach Gegend und Stadtteil – fragen Sie am besten Ihren Reiseveranstalter, Ihren Guide oder im Hotel nach den aktuellen Gegebenheiten vor Ort, und welche Gegenden Sie besser meiden sollten.

Wie auch in anderen Reiseländern, die mit Armut zu kämpfen haben, ist es ratsam, als Reisender keine großen Geldbeträge oder Wertgegenstände bei sich zu tragen. Kameras sollten, wenn möglich, in den Städten nicht in der Hand getragen und zur Schau gestellt werden. Nehmen Sie Ihren Tagesrucksack oder Ihre Tasche nach vorne auf die Brust.

Verzichten Sie in Madagaskar auf abendliche Spaziergänge nach bzw. bei Einbruch der Dunkelheit, auch wenn Sie in Gruppen unterwegs sind. Aufgrund fehlender Beleuchtung und vielen Stromausfällen ist es aber sowieso schwer, sich zu Fuss fortzubewegen. Nehmen Sie ein Taxi, wenn Sie in Städten abends etwas unternehmen möchten.

In Madagaskars Hauptstadt Antananarivo sollten Sie sich in den zentralen, wuseligen Vierteln um Analakely und die Avenue de l’Indépendance auch tagsüber nicht unbedingt zu Fuss aufhalten. Die Stadt mit ihrem maroden Charme hat zwar einige nette Ecken mit Cafes und kleinen Geschäften, ist aber prinzipiell nicht besonders attraktiv für längere Aufenthalte.

Wir von PRIORI helfen gerne bei Fragen rund um Madagaskar und der Planung Ihrer – sicheren – Reise durch das einzigartige Land Madagaskar. 

Unterwegs in Madagaskar – mit diesen Worten kommt man weiter

Wer in Madagaskar reist wird viele freundliche Menschen treffen. Wer kein Madagassisch spricht kommt meist mit Französisch weiter, in den Städten auch hin und wieder mit Englisch. Doch ein paar Worte der Landessprache öffnen bekanntlich Türen und Herzen…so auch in Madagaskar.

Ein netter Gruss auf Madagassisch
In Madagaskar gibt es viele regionale Grussworte, wie Anakory oder Tsarabe. Sie werden nur in bestimmten Gebieten gebraucht, und zugleich sehr variabel ausgesprochen, teils auch in unterschiedlichen Stimmlagen singend ausgeschmückt und otfmals mit einem langgezogenen „e“ am Ende abgeschlossen. Als Reisender ist dies verwirrend und kaum imitierbar.
Das „Zauberwort“ lautet daher „Salama“. Denn dieser Gruss wird auf der ganzen Insel Madagaskar gleichermassen verwendet, es ist sozusagen das Allerweltsgrusswort in Madagaskar. Ausgesprochen wie geschrieben (eine Seltenheit in Madagaskar) wird auf diese Weise grüssenden Reisenden mit freudig-erstaunten Reaktionen begegnet werden.

Smalltalk und Gruss für Madagaskar-Insider
Vaovao (ausgesprochen wie das Hundebellen wauwau) ist eigentlich eine Grussfloskel, drückt aber auch Wissbegierde und Neugier aus, denn im eigentlichen Sinn bedeutet Vaovao „Was gibt es Neues?“. Typischerweise lautet eine Begrüssung unter Madagassen „Salama, vaovao?“. Die typische Antwort auf diese Frage lautet in 95% der Fällen „Tsy Vaovao – Es gibt keine Neuigkeiten“. Nach der Gegenfrage und der gleichen Antwort beginnt dann das eigentliche Gespräch. Mit dieser Floskel im Gepäck ernten Madagaskar-Reisende ganz sicher ein überraschtes Lächeln.

Offene Abschiedsworte
Zu jeder Reise gehören auch Abschiedsworte. Sich formell zu verabschieden hat auch in Madagaskar Tradition. In Madagaskar wird es geschätzt, wenn man sich nicht leise davonschleicht, beispielsweise wenn man ein Restaurant oder Hotel verlässt. Mit einem offenen „Veloma!“ (gesprochen „veluuma“, vielleicht sogar mit dabei gehobener Hand, zeigt man als Reisender, dass man im Land angekommen ist. Veloma bedeutet auf Wiedersehen.

Danke vielmals
Die Kultur und die Umgangsformen in Madagaskar sind sehr höflich und ruhig. Oft wirkt der Umgang untereinander fast etwas rituell, vor allem im traditionellen Umfeld. So kann es passieren, dass jemand beispielsweise seine linke Hand auf seinen rechten Unterarm legt und sich bückt, wenn er Ihnen die Hand reicht. Mit dieser etwas unterwürfigen Geste wird Wertschätzung ausgedrückt. Auch ein Dank gilt als wichtige Anerkennung. Als Reisender und Gast liegt man nie falsch, sich mit einem freundlichen „Misaotra“ (gesprochen „misautra“) zu bedanken. Damit werden Sie bestimmt in guter Erinnerung bleiben.

Eine gute Sache
Die madagassische Sprache kennt eine ganze Spannbreite an Ausdrücken und Redewendungen, die Wohlbefinden und Beurteilungen bezeichnen. Mit „Tsarabe“ (gesprochen „tsa ra be“) drücken Sie als Reisender aus, dass etwas gut ist. Das kann das Essen sein, oder ein gekauftes Mitbringsel. „Tsarabe“ ist auch Ausdruck von allgemeinem Wohlbefinden und Zufriedenheit, und kann zudem als motivierender Zuspruch verwendet werden. Mit einem aufmunternden „Tsarabe“ drückt man seine Wertschätzung aus und die fällt überall auf fruchtbaren Boden in Madagaskar.

Reise-Impressionen Madagaskar

Einige Reise-Impressionen aus Madagaskar in Bildern:

Mit dem Taxi Brousse durch Madagaskar

Das Taxi Brousse ist das öffentliche Verkehrsmittel Madagaskars – bodenständig, notorisch überladen und ohne Fahrplan.

Straßen Verkehr roter Bus Madagaskar PRIORI ReisenÜber den Lokalverkehr hinaus, der meist zu Fuß, mit hölzernen Vierradkarren oder per Schieb-Rickscha erfolgt, sichern Minibusse „Taxi Brousse“ den Überland-Verkehr. Die Kleinbusse, meist Gebrauchtfahrzeuge aus Europa, verkehren als Langstreckenbusse zwischen den madagassischen Städten. Mercedes Sprinter oder Toyota-Kleinbusse sind beliebte Modelle. Jedes Taxi Brousse fährt auf seiner bestimmten Linie, doch ohne Fahrplan und unterwegs hält es überall dort, wo jemand ein- oder aussteigen will.

Ein Taxi Brousse hat normalerweise 12 bis 15 Plätze und einen Dachgepäckträger. Jeder Zentimeter Platz wird ausgefüllt, im Bus und auf dem Bus. Der Zustand der Fahrzeuge variiert sehr und ist oftmals in haarsträubendem Zustand. Ein funktionierender Tacho ist selten, die Bremsleistung variiert sehr, die Musikanlage funktioniert meistens.

Madagaskar Taxi Brousse Busbahnhof öffentlicher VerkehrAm Anfangs- und Endpunkt der Strecken quellen die Busbahnhöfe über vor Taxi Brousse. Jede Strecke wird von zahlreichen verschiedenen Anbietern befahren und diese liefern sich Duelle für die meisten Kunden. Denn losgefahren wird, sobald ein Bus voll ist. Voll bedeutet nicht, dass alle Sitzplätze gefüllt sind, sondern dass der Bus wirklich voll ist. Viele Anbieter arbeiten mit Zubringer-Diensten und „Schleppern“, deren Aufgabe es ist, Kunden anzulocken. Sie versuchen mit allerlei Argumenten, für den eigenen Bus zu werben. Dies wirkt sich letztlich im Fahrpreis aus und führt zu völlig überladenen Bussen.

Neben den Bussen bieten tüchtige Verkäufer den Wartenden alles an, was auf den langen Fahrten von Nutzen sein kann. Neben Brot, Keksen und Obst wird von Sonnenbrillen über Taschenlampen und Spielzeug bis hin zu Whiteboards alles verkauft.

Im heillosen Durcheinander erkennen geübte Blicke diejenigen Gefährte, die wohl am ehesten starten werden. Ein Indiz dafür kann auch der Beladungsgrad des Daches sein.
Viel schwieriger ist es, die seriösen und einigermaßen gut gewarteten Fahrzeuge ausfindig zu machen. Bei der Auswahl eines vertrauenswürdigen Taxi Brousse spielt die Firma eine wesentliche Rolle. Nur wenige Betreiber halten sich an die Ladegrenzen und fahren mit gewarteten, sicheren Bussen. Oft sind die Fahrer übermüdet und haben bereits sehr lange Strecken, teils über Nacht, am Steuer hinter sich.

Taxi Brousse Bus MadagaskarGleichzeitig kann Reisen mit einem Taxi Brousse ein Abenteuer sein und Reisende in Kontakt mit der madagassischen Bevölkerung bringen. Ohne Französisch-Kenntnisse ist dies allerdings schwierig. Die Fahrt mit dem Kleinbus fordert immer viel Geduld und Sitzfleisch, die Bereitschaft unbequem und sehr eng zu sitzen (ein Ticket ist keine Garantie für einen eigenen Sitzplatz) und keine Angst vor Enge und rasantem Fahrstil.

PRIORI Reisen kann Informationen rund um Fahrten in den Taxi Brousse geben und kennt seriöse Anbieter der meistbefahrenen Strecken (wie Tana – Tamatave, Tana – Tulear, Tana – Mahajanga).

Generell empfiehlt PRIORI:

  • Vermeiden Sie Taxi Brousse-Fahrten nach bzw. bei Regen und nassen Strassen, denn die Reifen der meisten Busse haben oft nicht das nötige Profil.
  • Nehmen Sie sich die Zeit, seriöse Betreiber ausfindig zu machen und lassen Sie sich nicht hetzen an den Stationen.
  • Vermeiden Sie lange Fahrten, planen Sie kurze Etappen mit den Taxi Brousse ein. Letzlich dauern die Fahrten immer länger als gedacht, denn unterwegs wird oft gehalten.
  • Fahren Sie nie bei Dunkelheit in Taxi Brousse. Fahren Sie rechtzeitig los, um auf jeden Fall vor Anbruch der Dunkelheit am Ziel anzukommen.
  • Behalten Sie Ihre Wertsachen immer bei sich und am Körper.
  • Nehmen Sie ausreichend Getränke mit an Bord.
  • Ein Tuch hilft bei unangenehmen Gerüchen und gegen Windzug – die Fenster sind meist in vielen Taxi Brousse oft die gesamte Fahrt geöffnet.

Die Madagassen selbst reisen übrigens selten aus Vergnügen, sondern nur, wenn sie aus verschiedenen Gründen unbedingt müssen. Und wenn man schon reist, dann nimmt man auch gleich Waren mit. Viele Orte in Madagaskar sind nur mühsam und über Pisten zu erreichen, die nach Regenfällen nicht befahrbar sind. So haben auch viele Madagassen bereits stundenlange Fußmärsche hinter sich, wenn sie an der Strasse auf das nächste Taxi Brousse warten.

Noch mehr Eindrücke einer Taxi Brousse-Fahrt durch Madagaskar finden Sie auf unserem Reisemagazin Madagaskar.

Reise nach Madagaskar…mit den richtigen Schuhen

Die Madagaskar-Reise naht und die Frage kommt auf: Welche Schuhe auf die Reise mitnehmen, damit man für alle Situationen gewappnet ist, aber nicht zu viel und vor allem zu schwer trägt? PRIORI hat einige Infos zu Schuhen und Madagaskar zusammengestellt.

Madagaskar barfuss

In Madagaskar laufen die Menschen – vor allem auf dem Land – zu grossem Teil barfuss. Auch lange Strecken in unwegigem Gelände und Arbeitswege mit schwerem Gepäck auf dem Kopf werden von den Madagassen leichtfüssig und graziös ohne Schuhe zurückgelegt.

Wenn Schuhe getragen werden, dann sind es meist einfache Badeschlappen oder Flip Flops, die aus China importiert und billig auf der ganzen Insel verkauft werden. Für viele Madagassen sind dies die einzigen Schuhe, die sie sich leisten können. Leider halten sie nicht sehr lange und so liegen in Madagaskar an vielen Orten kaputte Plastikschlappen herum und verschmutzen die Insel.

Für Reisende ist es kein Problem, mit einfachen Sandalen herumzulaufen und auch in Restaurants zu gehen. Ausnahme ist dabei mittlerweile die Hauptstadt Antananarivo, wo bei Restaurant- und Barbesuchen oft geschlossene Schuhe oder schickere Sandalen angemessen sind. Generell muss man sich als Reisender nicht schick anziehen, man zeigt aber Respekt, indem man sich gepflegt und angemessen kleidet.

Die passenden Schuhe für Ihre Madagaskar-Reise

Am Strand und an den tropischen Küsten mit durchgehend warmen Temperaturen sind leichte offene Schuhe sehr angenehm. Madagaskars Hochland hingegen kann sehr kühl werden und in den europäischen Sommermonaten – dem madagassischen Winter – sind geschlossene Halb-Schuhe und Socken hier sehr angenehm.

Madagaskar Wander-Reise Andrinitra Nationalpark Schuhe PRIORI

Wanderung im Andringitra Nationalpark, Madagaskar.

Beachten Sie, dass es in Madagaskar oft regnet. Auch während der Trockenzeit kommt Regen vor, und vor allem an der feucht-grünen Ostküste des Landes und in Regenwald-Gebieten und Nationalparks gibt es viel Wasser. Wasserfeste Wander-Schuhe, Trekking–Sandalen oder schnelltrocknendes Schuhwerk sind hier hilfreich.

Steinige Böden oder scharfkantige Kalkformationen (z.B. bei Besuch der Tsingy) in Nationalparks können die Fuss-Sohlen schnell schmerzen lassen, wenn die Schuhe nicht gut besohlt sind. Festes Schuhwerk ist hier sehr angenehm für die Füsse. Für längere Wandertouren sollten gut eingelaufene knöchelhohe Wanderschuhe im Gepäck sein.

Überlegen Sie sich, wie Ihr Reiseprogramm aussieht, bevor Sie Ihre Schuhe für das Gepäck wählen.

Generell kommt man mit

  • gut eingelaufenen Wander- oder Trekkingschuhen mit fester Sohle für Nationalparks und Touren,
  • (Trekking-)Sandalen oder Badeschlappen für den Strand, und
  • ein Paar leichten und schnell trocknenden Halb- oder Stoffschuhen für unterwegs/ die Städte

sehr gut zurecht auf einer Madagaskar-Reise.

Gefahren und Schutz für die Reise-Füsse in Madagaskar

Madagaskar ist Malaria-Gebiet. Vor allem ab nachmittags sollten auf die Anopheles-Mücken achten. Füsse sind beliebte Stellen für Stiche – geschlossene Schuhe und helle Socken können helfen.

Vorsicht geboten ist bei stehenden oder langsam fliessenden Gewässern in Madagaskar. Hier kommen die tropischen Bilharziose-Erreger vor, die zu langwierigen Erkrankungen führen können. Madagaskar-Reisende sollten daher nicht in Binnengewässern baden oder sie barfuss durchwaten. Hier hilft zum Beispiel das Tragen von Trekking-Sandalen.

Auch Sandflöhe kommen in Madagaskar vor und können unangenehme Bisse an den Fuss-Sohlen verursachen. Vor allem bei staubigem Untergrund und in der Nähe von Nutz-Tieren kommen die kleinen Plagegeister vor. Es empfiehlt sich daher abends gründlich die Füsse zu waschen, und gegebenenfalls geschlossene Schuhe zu tragen.

Haben Sie Fragen oder sind unsicher bei Ihrer Reiseplanung? PRIORI hilft Ihnen gerne weiter bei allen Fragen rund um Madagaskar, Gepäck-Fragen und die Reiseorganisation. Kontaktieren Sie uns jederzeit!

Als Hilfestellung haben wir auch unsere PRIORI-Packliste für Madagaskar-Reisen erarbeitet.

Feiertage in Madagaskar

In Madagaskar gibt es zahlreiche Feiertage, die über das Jahr verteilt sind. Geschäfte, Behörden und viele Büros sind dann geschlossen. Ob die arbeitende Bevölkerung an Feiertagen frei bekommt wird oft kurzfristig vom Präsidenten entschieden und verkündet.
Oft sind Madagaskars Feiertage mit Paraden und Festlichkeiten verbunden.
Fallen Feiertage auf einen Dienstag oder Donnerstag, so ist oftmals der angrenzende Montag bzw. Freitag als Brückentag ebenfalls frei. Einige Banken und andere Unternehmen schließen am Tag vor dem Feiertag bereits mittags.
Beachten Sie dies bei der Reiseplanung, und informieren Sie sich jeweils vor Ort. PRIORI kann Ihnen immer aktuelle Auskunft dazu geben.

Feiertage in Madagaskar:

1. Januar – Neujahr
29. März – Tag der Märtyrer (Erinnerung an den Aufstand 1947)
März / April – Ostermontag (Datum ändert sich jährlich)
1. Mai -Tag der Arbeit
Mai – Christi Himmelfahrt (Datum ändert sich jährlich)
Mai / Juni – Pfingstmontag (Datum ändert sich jährlich)
26. Juni – Unabhängigkeitstag
15. August – Mariä Himmelfahrt
14. Oktober – Ausrufung der Ersten Republik
1. November – Allerheiligen
11. Dezember – Ausrufung der Vierten Republik
25. Dezember – Weihnachten

 

Straßen und Entfernungen in Madagaskar

Reisen in Madagaskar ist aufgrund seiner Infrastruktur oftmals zeitintensiv. Bei der Reiseplanung sollten die Entfernungen auf dieser großen Insel beachtet werden, ebenso wie das lückenhafte Straßennetz und die oftmals schlechten Straßen.

Straßen und Straßennetz

Statistisch weist Madagaskar knapp 60.000 Kilometer Strassen vor, wovon etwa 6.000 Kilometer asphaltiert und 12.000 Kilometer befestigte Erdpisten darstellen. Man kann nicht der Küste entlang ‚einmal rund um Madagaskar‘ fahren. Die asphaltierten Hauptstrassen der Insel (Routes Nationales, auch RN genannt) verlaufen nach französischem Vorbild sternförmig von der Hauptstadt Antananarivo (Tana) im zentralen Hochland:

  • Die RN 1 Richtung Westen verbindet Tana mit dem westlichen Hochland, und verläuft 180 Kilometer bis nach Tsiroanomandidy. Dort wird der weitere Straßenverlauf hin zur Westküste (Maintirano) zu einer Piste (RN1b).
  • Die RN 4 in den Norden geht etwa 600 Kilometer bis zur Hafenstadt Mahajanga. Auf dieser Strecke liegt die Abzweigung zur RN6, die in Richtung Norden bis Diego Suarez weitergeht.
  • Die 350 Kilometer lange RN 2 gen Osten stellt die Verbindung zum bedeutenden Hafen Tamatave an der Ostküste dar. Damit ist diese Strecke die wichtigste und meistbefahrene Straße des Landes. Sie passiert auch den beliebten Nationalpark bei Andasibe.
  • Die längste Strasse Madagaskars ist die RN 7 in den Süden bis Tulear (ca. 1.000 Kilometer). Sie durchläuft das Hochland mit den Städten Antsirabe und Fianarantsoa und die weiten Steppenlandschaften des Südwestens mit dem Isalo Nationalpark und ist eine der beliebtesten Reiserouten Madagaskars.

Straßen Verkehr roter Bus Madagaskar PRIORI ReisenMadagaskars Haupt-Verkehrsachsen sind heute zwar durchgehend asphaltiert, jedoch nicht immer wettersicher. Eine Fahrt von Antananarivo nach Diégo-Suarez an der Nordspitze der Insel kann während der Regenzeit zwischen zwei und zehn Tagen beanspruchen. Auch die wichtigste Verkehrsverbindung, die RN 2, kann bei starkem Regen schon einmal unpassierbar werden. Die Infrastruktur hängt stark von den Naturverhältnissen ab, leidet jedoch auch zu einem großen Teil  unter dem mangelnden Unterhalt der bestehenden Verkehrsachsen. So schwankt der Zustand der Straßen enorm.  Teils sind die Wege mehr Schlagloch als Teer, so dass Fahrten zu einer langsamen und holprigen Angelegenheit werden können.

Dies führt dazu, dass Madagaskar bezüglich seiner Infrastruktur noch immer eine Insel voller Inseln ist, welche kaum in Kontakt zueinander stehen und nur wenig Möglichkeiten für einen Handelsaustausch haben. Viele Regionen sind aufgrund mangelnder Straßenanbindung bis heute weitestgehend von Aussenwelt abgeschottet, ihre Bewohner haben keine Möglichkeit ihre Produkte zu vermarkten, es gibt keine Schulmöglichkeiten für die Kinder und keine ärztliche Betreuung. Dies trifft nicht nur auf entlegene Gebiete in den Provinzen zu, sondern beginnt bereits 20 Kilometer außerhalb der Hauptstadt Antananarivo.

Gleichzeitig sind in Antananarivo (Tana) seit den 1990er Jahren tausende Autos hinzugekommen. Obwohl die große Mehrheit der mehr als 300.000 täglichen Arbeits-Pendler in der Stadt zu Fuß unterwegs sind, quälen sich jeden Tag über 30.000 Fahrzeuge durch die engen Straßen der Stadt und verursachen unzählige Staus. Im Schnitt verbringen die Menschen in Tana täglich zwei Stunden auf Ihrem Arbeitsweg.

Entfernungen in Madagaskar

Meilenstein Ortsschild Strassenschild Ortsnamen Madagaskar Vohipeno Ivondro PRIORI ReisenMadagaskar ist groß und weitläufig. Noch größer erscheinen die Entfernungen zwischen den Orten, wenn man die Straßenverhältnisse erlebt. Wichtig für entspannte Reisen ist daher eine gute und realistische Planung, gerade in Bezug auf die zurückzulegenden Strecken.
Von Diego Suarez (Antsiranana) an der Nordspitze der Insel bis nach Tulear an der Südwestküste sind es beispielsweise – auf den Straßen gefahren und nicht Luftlinie – gute 2.000 Kilometer. Aufgrund der teils widrigen Straßenbeläge und der Tatsache, dass man gut daran tut, nicht in der Dunkelheit unterwegs zu sein, muss man für diese Strecke mindestens 4 Tage Fahrt ohne große Pausen einrechnen.
Inlandsflüge auf einigen Strecken können sich lohnen.

Anbei ein Überblick über die Entfernungen (auf vorhandenen Straßen) zwischen einigen Orten in Madagaskar:

VON NACH Ca. ENTFERNUNG / KM STRASSE / VERBINDUNG
Antananarivo Ampefy 120,0 RN1
Antananarivo Tamatave 356,0 RN2
Antananarivo Moramanga 115,0 RN2
Antananarivo Andasibe-Mantadia NP 150,0 RN2
Antananarivo Maroantsetra 740,0 RN2 bis Tamatave, RN5
Antananarivo Maevatanana 304,0 RN4
Antananarivo Mahajanga 560,0 RN4
Antananarivo Ambanja 868,0 RN4 bis Antanambazaha, RN6
Antananarivo Diego Suarez /Antsiranana 1.106,0 RN4 bis Antanambazaha, RN6
Antananarivo Sambava 1277,0 RN4 bis Antanambazaha, RN6 bis Ambilobe, RN5a
Antananarivo Tulear 920,0 RN7
Antananarivo Fianarantsoa 400,0 RN7
Antananarivo Antsirabe 115,0 RN7
Antananarivo Morondava 645,0 RN7 bis Antsirabe, RN34
Antananarivo Morombe 535,0 RN7 bis Tulear, dann Piste
Antananarivo Belo Tsiribihina 324,0 RN7 bis Antsirabe, RN34 bis Ankotrofotsy, weiter über den Tsiribihina Fluss (nicht per Auto)
Antananarivo Fort Dauphin 1.100,0 RN7 bis Ihosy, RN13 über Betroka
Tamatave Maroantsetra 390,0 RN5
Tamatave Soanierana-Ivongo (Fähre nach Sainte Marie) 166,0 RN5
Diego-Suarez Ankify (Fähre nach Nosy Be) 250,0 RN6
Diego-Suarez Mahajunga 810,0 RN6, RN4
Diego-Suarez Sambava 430,0 RN6, RN5a

Madagaskar: Kein Dschungelexpress bis März 2015

Madagaskar-Reisende müssen voraussichtlich bis März 2015 auf den beliebten Dschungel-Express von Fianarantsoa nach Manakara verzichten.

Eisenbahn Zug FCE Madagaskar Fianarantsoa Manakara Dschungelexpress PRIORI ReisenDer bekannteste Zug Madagaskars zwischen Fianarantsoa im Hochland und dem Küstenort Manakara zeigt Altersschwäche und muss repariert werden.
Als Alternative hat das Lac Hotel, welches eng mit der Eisenbahngesellschaft FCE zusammenarbeitet, eine Draisine auf der Strecke eingerichtet. Mit diesem urigen Gefährt können Interessierte (15 Personen maximal) das Abenteuer auf den schmalen Schienen wagen, die sich in Serpentinen durch zahlreiche Tunnels und über waghalsige Brücken zur Küste schlängeln. Die Fahrzeiten sind dienstags, donnerstags und samstags von Fianarantsoa nach Manakara, und mittwochs, freitags und sonntags von Manakara nach Fianarantsoa. Abfahrt ist jeweils um 7 Uhr morgens.

Draisine Lac Hotel Madagaskar Ersatz Eisenbahn Madagaskar. PRIORI Reisen.

Die Draisine des Lac Hotels in Madagaskar kann gemietet werden.

Die Draisine kann nur gesamt als Gruppe gemietet werden, der Mietpreis beträgt nach Angaben des Betreibers 1.080.000 Ariary (etwa 350 Euro).

Für Reisende, die im Lac Hotel übernachten, können die Mitarbeiter die Reservierung vornehmen. Ansonsten gibt es weitere Auskünfte über die Gesellschaft FCE unter  fce@blueline.mg oder Tel. 034 55499 17.  Auch wir von PRIORI haben Kontakt zum Lac Hotel und der FCE und können Auskunft zu den aktuellen Entwicklungen geben.

Ortsnamen in Madagaskar

Meilenstein Ortsschild Strassenschild Ortsnamen Madagaskar Vohipeno Ivondro PRIORI ReisenDie Namen von Städten und Orten in Madagaskar stiften oft Verwirrung bei Reisenden.

Zum einen sind madagassische Namen meist sehr lang, und die Aussprache ganz anders, als man beim Lesen denkt. Die Einheimischen verschlucken viele Silben einfach oder benutzen Kurzformen.

Zudem haben etliche Orte in Madagaskar zwei Namen. Dies hat folgenden Grund: Von 1896 bis 1960 war Madagaskar französische Kolonie. In diesen Jahren haben sich zahlreiche Städte- und Ortsnamen in Madagaskar etabliert.
Nach Ende der Kolonialzeit folgte in Madagaskar eine Rückbesinnung zur madagassischen Sprache („Malgaschisierung“). In diesem Rahmen wurden viele aus der Kolonialzeit stammenden Orts- und Straßennamen geändert. Es handelt sich um ein Phänomen, das man in vielen ehemals kolonialisierten Ländern findet. In Madagaskar heißt z.B. Tuléar seither Toliara, Tananarive wurde zu Antananarivo, Tamatave zu Toamasina und Diego Suarez zu Antsiranana.

Die Liste der Orte mit geänderten Namen ist lang. Es haben sich allerdings nicht immer die madagassischen Namen durchgesetzt – oft sind bis heute die „kolonialfranzösischen“ Namen in Gebrauch, wie bei der Insel Sainte Marie, die von fast niemandem Nosy Boraha genannt wird. Und kaum ein Madagasse wird heute den ursprünglichen, madagassischen Namen des Küstenortes Brickaville – Ampasimanonolotra – kennen. Oft werden auch beide Namen nebeneinander benutzt, wie in Antsiranana/ Diego Suarez.

So verwirrend die Bezeichnung, so verwirrend ist oft auch die uneinheitliche Schreibweise der Ortsnamen. Die madagassische Name für Tuléar wird z.B. Taolagnaro oder Tolanaro, und hin und wieder auch Tolannaro geschrieben. Auch die Benutzung von Akzenten und Bindestrichen wird kaum einheitlich vorgenommen.

Um die Verwirrung komplett zu machen tragen zahlreiche Orte in Madagaskar auch den gleichen Namen. Das Madagassische ist eine sehr lautmalerische Sprache. Oft haben madagassische Ortsnamen einen Sinn und eine bestimmte – oftmals geografische – Bedeutung. So bedeutet z.B. antsi groß und ranana Hafen. Der Name Antsiranana bedeutet also großer Hafen. Da die Bedeutungen für mehrere Orte zutreffen können, kommt es vor, dass zwei oder mehr Orte die gleichen Namen tragen. Ranomafana heißt übersetzt „wo es heißes Wasser gibt“ und ist der Name für mehrere Ortschaften Madagaskars, die heiße Quellen besitzen. Um sie voneinander zu unterscheiden werden oft geografische Zusätze – wie Norden oder Süden – benutzt.

Im folgenden eine Auflistung der Namen madagassische Orte (französisch und madagassisch):

Tananarive        Antananarivo (Stadt der Tausend)

Tamatave          Toamasina (wo es salzig ist)

Diègo Suarez     Antseranana, Antsiranana (großer Hafen)

Perinet               Andasibe

Fort Dauphin     Tolanaro, Tolagnaro, Tolannaro

Tulear                Toliara (wo man ankern kann)

Majunga            Mahajanga (Stadt der Blumen)

Foulpointe         Mahavelona

Hell Ville             Andoany

Vohemar            Iharana

Ste. Marie           Nosy Boraha

Brickaville           Ampasomanolotra

Joffreville             Ambohitra

Nosy Komba       Nosy Ambariovato

Port Bergé           Bozinziny

Fénerive Est         Fenoarivo

Pangalanes         Ampangalana