Reise-Routen im Osten Madagaskars

Reisen im Osten Madagaskars – die Palisanderküste in tropisch grüner Umgebung 

Routenvorschläge zu folgenden Orten und Sehenswürdigkeiten im Osten Madagaskars:
Antananarivo – Andasibe – Ambatondrazaka – Lac Aloatra – Kanal von Pangalanes – Tamatave – Insel Sainte Marie – sowie viele weitere…

Reise-Routen im Osten Madagaskars: Madagaskars Osten mit Sonnenuntergang, Chamäleon im Andasibe-Nationalpark und der insel Sainte Marie. Copyright: PRIORI Reisen

Die grüne tropische Ostküste Madagaskars und die vorgelagerte Piraten-Insel Sainte Marie bieten viele Reisemöglichkeiten.


Kurzbeschreibung
Der Osten Madagaskars ist grün sowie tropisch, denn hier regnet es oft und die Temperaturen sind beständig hoch. Der immergrüne Regenwald des berühmten Nationalparks Andasibe ist Heimat der grössten aller Lemurenarten, des Indri Indri. Zudem leben hier zahlreiche Vogelarten, Frösche, Chamäleons sowie viele seltene endemische Pflanzen.

Eine Bootsfahrt durch einen Teil des Kanals von Pangalanes führt an duftenden Feldern von Gewürznelken, Kaffee sowie Vanille vorbei. Im Reservat von Palmarium können jede Menge Tiere beobachtet werden. Auf der paradiesischen Pirateninsel Insel Sainte Marie sowie auf ihrer kleinen, autofreien Nachbarinsel Île aux Nattes können Sie die Reise in Ruhe ausklingen lassen.


Reiserouten in Madagaskars Osten

Hochland und Pangalanes
– RN5 – Die Strasse des Meeres
– Vom Hochland zu den Walen

MG100 – Eine Kleine ganz gross – Ile aus Nattes
– MG101 – Madagaskar auf der Spur
MG102 – Viele Wassertropfen ergeben einen Fluss…
MG103 – Madagaskar per Eisenbahn sowie Piroge
MG109 – Madagaskar kompakt
MG110 – Das Signal steht auf Grün in Madagaskar
MG116 – Vom Hochland auf die Insel
MG118 – Madagaskar entlang der grünen Ostküste
MG123 – Entdeckungsreise für Familien
MG126 – Der Zug zu den Lemuren
MG131 – Regenwald und Ostküstentrekking
MG133 – Ins Innere eintauchen und Wurzeln finden, Trekking und Inseltraum


Die Orte in Madagaskars Osten

Antananarivo

Madagaskars Hauptstadt mit etwa 2 Mio. Einwohnern liegt auf vielen Hügeln und ist in mehreren Stufen gebaut, welche mit vielen Treppen miteinander verbunden sind. Die belebte sowie geschäftige Stadt bietet mit ihren engen Gassen, alten Kolonialhäusern, kleinen Geschäften sowie Cafes in Isoraka, bunten Gemüsemärkten sowie dem Piratenmuseum und einem Botanischen Garten einige sehenswerte Orte sowie Möglichkeiten für Reisende.

Andasibe

Der kleine Ort Andasibe liegt ca. 130 Kilometer westlich von Antananarivo. Hier ist der Eingang zum Nationalpark Mantadia sowie zum Schutzgebiet Analamazaotra. Oft werden die beiden Gebiete als Nationalpark Andasibe bezeichnet. Auch das etwas nördlich gelegene Zahamena-Schutzgebiet ist von Andasibe gut erreichbar. Naturliebhabern bieten sich vielseitige Erkundungstouren sowie Möglichkeiten zur Tierbeobachtung im grünen Regen- wald mit zahlreichen Orchideenarten. Die Attraktion von Analamazaotra sind die Indri-Indri Lemuren mit ihrer markanten Stimme.

Ambatondrazaka

Ambatondrazaka ist eine Stadt im nordöstlichen Hochland von Madagaskar, Luftlinie etwa 150 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Antananarivo gelegen. Die Stadt mit geschätzten 50.000 Einwohnern liegt südlich des Alaotra-Sees in einer fruchtbaren Hügellandschaft.

Die meisten der Bewohner gehören den Volksgruppen der Sihanaka sowie der Tsimihety an, aber auch zahlreiche von der West- und Ostküste zugewanderte Sakalava sowie Betsimisaraka leben hier.

Ambatondrazaka ist Verwaltungssitz der Region Alaotra-Mangoro sowie Handelszentrum der Region. Dabei dreht sich die wirtschaftliche Aktivität der Stadt Ambatondrazaka fast ausschliesslich um Reis.

Der Markt, der am Morgen stattfindet, ist beliebt und daher sehr belebt.

Verschiedene tropische Wälder, Berge, weite Reisfelder sowie Zebus, aber auch sehr gastfreundliche kleine Dörfer prägen die fruchtbare sowie grüne Region, die ein riesiges Feuchtgebiet ist, das intensiv zum Reisanbau genutzt wird. Die Gegend um Ambazondrazaka wird daher auch als „Reisschüssel Madagaskars“ bezeichnet, denn es ist das grösste Reisanbaugebiet der Insel.

An- und Abreise

Man erreicht Ambatondrazaka über Moramanga: 158 Kilometer trennen die beiden Orte…auf der buckeligen Nebenstrasse RN44 fährt man durch die Eukalyptuswälder sowie durch viele abgeholzte Flächen. Nur zwei Abschnitte von 20 Kilometern sowie von 30 Kilometern der Strecke sind geteert, dazwischen liegen 100 Kilometer Offroad-Piste.

Wer nicht mit dem Geländewagen unterwegs ist, kann die Strecke auch mit der Eisenbahn von Moramanga dorthin nach Ambatondrazaka machen. Der Zug von Moramanga verkehrt mittwochs sowie samstags (Abfahrt um 10:30 Uhr) und die Fahrtzeit beträgt etwa 5-6 Stunden. So lange braucht man mit dem Geländewagen auch. Die Rückfahrt mit dem Zug von Ambatondrazaka nach Moramanga kann donnerstags sowie sonntags mit Abfahrt um 7:00 Uhr erfolgen.

Der Alaotra-See (Lac Alaotra)

Etwa zwanzig Kilometer nördlich von Ambatondraza liegt der Alaotra-See (frz. Lac Alaotra). Die Fahrt dorthin dauert allerdings zwei bis drei Stunden, da die Piste in einem sehr schlechten Zustand ist.

Lac Alaotra ist der grösste See Madagaskars sowie erstreckt sich auf etwa 22.000 Hektar. Der Name Alaotra leitet sich von dem indonesischen Wort für „Meer“ ab. Der bumerang-förmige See ist rot gefärbt, denn durch Abholzungen sowie Überweidung in diesem Gebiet kommt es zu starken Erosionen der roten Erde (Lavakas genannt). Durch die Erosionen wird rote Erde ins Wasser geschwemmt. Dies führt auch zu einer zunehmenden Verlandung des durchschnittlich nur zwei Meter tiefen Gewässers.

Rund um den See leben über 70 Arten von Wasser- und Landvögel sowie zahlreiche Wildtiere, die teils als stark gefährdet gelten. Zur Besonderheit des Sees gehören eine große Anzahl von Madagaskarenten, einer seltenen, auf Madagaskar endemischen Schwimmentenart. Auch der Alaotra-Bambuslemur (umgangssprchlich le Bandro genannt) kommt nur im Schildgürtel rund um den See vor und ist ein Highlight jeder Reise.

Bei Sonnenuntergang bietet sich am See eine beeindruckende Aussicht sowie Atmosphäre.

Orte rund um den Lac Alaotra

Andreba Gare / Park Bandro

Andreba Gare ist ein kleines Dorf an der Ostseite des Alaotra-Sees. Hier befindet sich das Bandro Camp, ein einfaches, aber komfortables sowie ruhiges Gästehaus mit einem angeschlossenen Campingplatz. Das Bandro Camp ist auch Ausgangspunkt für Kanutouren auf den See sowie die umliegenden Sümpfe. Wer früh am Morgen auf den See paddelt, wird mit einem herrlichen Sonnenaufgang belohnt, kann den Fischern bei der Arbeit zusehen, und eine beeindruckende Vielfalt von Vögeln sowie die hier einzigartigen Bambus-Lemuren im Schilf erleben. Das Bandro Camp ist ein Gemeinschaftsprojekt sowie die Einnahmen kommen der Dorfgemeinschaft zu Gute.

Der Bandro Park befindet sich in den Sümpfen rund um die Stadt Andreba und gilt als „Priority Conservation Area“(SFA), die höchste Kategorie der neu klassifizierten Naturschutzgebiete Madagaskars (NAP – New Protected Areas). Diese Klassifizierung spiegelt die hohe Bedeutung dieses Parks: Auf einer Fläche von 80 bis 85 Hektar findet sich hier die höchste Dichte des seltenen sowie nur in dieser Region vorkommenden Alaotra-Bambuslemurs (Hapalemur alaotrensis). Geschätzt 130 bis 170 Tiere leben hier geschützt vor der Bevölkerung im Bandro Park. Insgesamt gibt wohl bereits weniger als 2500 Tiere dieser endemischen Lemurenart, die von der IUCN als vom Aussterben bedroht eingestuft wird.

Antananandava

Im kleinen Ort Antanandava liegt das Park Office des Nationalparks Zahamena. Von Ambatondrazaka sind es 67 Kilometer auf der Offroad-Piste bis nach Antanandava. Von Antanandava sind es noch einmal 8 Kilometer bis zum Parkeingang nahe Ankosy (zusammen rund 4 Stunden Fahrt).

Imerimandroso

Imerimandroso ist ein kleines, altes Dorf mit typischer Merina-Architektur. Es liegt auf einem von Felsen geprägten Vorgebirge mit einem einmaligen Panoramablick auf den Alaotra-See.

Vohitsoa

Der Ort Vohitsoa nahe Imerimandroso gilt als ökotouristischer Beispielort.  Die Bewohner, die meist vom Volksstamm der Sihanaka stammen, haben eine Ausbildung über Gästeempfang sowie französische Sprachkurse bekommen, um mit den Gästen eine Erfahrung vom solidarischen dörflichen Tourismus zu teilen. In Vohitsoa können Reisende Handwerksbetriebe besichtigen, wo 68 Frauen –Mitglieder des Vereins Fifimi – ihre Fertigkeiten in der Flechtarbeit zeigen, traditionelle Fischfangspiele auf dem Alaotra-See erleben, die Wasserfälle von Ambatomafana besichtigen und durch die Reisfelder spazieren gehen.

Pangalanes-Kanal

Der Pangalanes-Kanal ist ein System aus einem schmalen Süßwasser-Kanal sowie verbundenen Seen. Mehr als 600 Kilometern verläuft er parallel der Ostküste Madagaskars von Farafangana bis südlich von Tamatave. Der Pangalanes ist bis heute ein bedeutender Transportweg entlang der in großen Teilen unzugänglichen Ostküste. Zahlreiche Zuflüsse aus den Bergen schaffen eine tropisch-grüne sowie fruchtbare Umgebung. Am Ufer sind viele kleine Dörfer angesiedelt. Reisende können Bootsfahrten auf Teilen des Pangalanes unternehmen. Einbicke in den Alltag der Menschen entlang des Wassers, viel Ruhe, Naturerlebnisse sowie schöne Aussichten auf den Indischen Ozean sind inklusive.

Tamatave

Die Hafenstadt Tamatave (auf madagassisch: Toamasina) ist mit über 200.000 Einwohnern die größte Stadt im Osten Madagaskars. Die Stadt bietet Unterküfte in allen Klassifizierungen, zahlreiche Restaurants, Märkte sowie auch ein Nachtleben.

Sainte Marie / Ile aux Nattes

Paradiesisches Inselfeeling erleben Reisende auf der ehemaligen Pirateninsel Sainte Marie sowie auf ihrer kleinen Nachbarinsel Ile aux Nattes (Nosy Nanto). Palmengesäumte Sandstrände sowie türkisblaues Wasser wie aus dem Bilderbuch bieten ideale Voraussetzungen für einen erholsamen Strandurlaub am Ende einer abenteuerlichen Madagaskar-Reise. Hier gibt es auch zahlreiche Tauch- sowie Schnorchelspots sowie Möglichkeiten für Wanderungen. Auf der Ile aux Nattes gibt es keine Straßen, sondern nur ausgetretene Fußpfade. Bei Ebbe kann man die Insel auf einem ausgedehnten Spaziergang gut umrunden.
Walbeobachtungen in der Meerenge zwischen dem madagassischen Festland sowie der kleinen Insel Sainte Marie sind für Reisende jährlich von Mitte Juli bis September ein einmaliges Spektakel.


Preise
Bitte kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot. Da wir jede Reise individuell planen möchten wir Ihnen die für Sie passende Reise – mit gewünschten Transportmitteln, gewünschter Unterkunftkategorie sowie Verpflegungsoption anbieten.


Video zum Andasibe Nationalpark

Impressionen – Madagaskars Osten


 Weitere sehenswerte Orte im Osten Madagaskars

Mananara Nord (RN5)

Entlang der Ostküste verläuft die Nationalstrasse 5 (RN5) von Tamatave Richtung nach Norden bis nach Maroantsetra. Eigentlich ist die RN5 keine Strasse, sondern eine Zumutung: ein Holperweg aus Schlamm sowie Steinen, der sich zwischen Meer, Strand sowie Küstenhügeln durch eine der landschaftlich schönsten Gegenden Madagaskars schlängelt. Es sind fast ausschliesslich Madagassen, die hier unterwegs sind. Die ruhige Kleinstadt Mananara-Nord bildet einen netten Haltepunkt, ohne Sehenswürdigkeiten, dafür aber mit madagassischem Alltag auf dem Markt, den Strassen sowie die Lage am Strand. Für Reisende mit viel Sitzfleisch, Geduld sowie Zeit, die auf der Suche nach Natur, ursprünglichem Lebensstil sowie sensationellen Fotomotiven sind, ist eine Tour auf der RN5 genau richtig.

Ranomafana Nationalpark

Dieser Nationalpark im Südosten Madagaskars liegt im Namorona Tal inmitten von Gewürzplantagen. Die Hügel sind mit üppiger Vegetation bedeckt – besonders mit den fächerförmigen „Bäumen der Reisenden“ sowie den riesigen Raphia oder Bastpalmen. Der Nationalpark grenzt an eines der seltenen intakten Primärwaldgebiete Madagaskars und ist ein  absoluter Anziehungspunkt für Naturliebhaber – bekannt für seine vielen verschiedenen Tier- sowie Pflanzenarten und eine einzigartige endemische Fauna sowie Flora, mit zahlreichen Vögeln, Reptilien, sowie Rotbauch-, Roststirn- sowie goldenen Bambuslemuren.

Nosy Varika

Der beschauliche Ort Nosy Varika ist eine ländliche Gemeinde am Pangalanes-Kanal an der Ostküste von Madagaskar. In Nosy Varika haben PRIORI-Reisende mit unserem Kontakt vor Ort die Möglichkeit, einen traditionellen König, eine lokale Schule sowie auch eine Frauenkooperative zu besuchen. Der kleine Markt des Ortes ist lohnenswert, der Strand eignet sich für schöne Spaziergänge.

Manakara

Manakara ist eine kleine, entspannte Hafenstadt am Rand des indischen Ozeans. Hier finden Reisende schöne Strände (aufgrund der starken Wellen sowie der Strömung jedoch keine Bademöglichkeiten), Sonnenaufgänge sowie Fischer, die vom Fischfang zurückkommen. In der Umgebung findet sich eine traditionelle Destilliere für Heilpflanzen. Der Ort ist Ausgangspunkt für Ausflüge auf dem Süßwasser-Kanal Pangalanes oder für die Zugfahrt nach Fianarantsoa.

Anosibe An’Ala sowie Ostküstentrekking

Anosibe An’Ala ist ein kleines Dorf östlich von Antananarivo, dort, wo das Hochland zur Ostküste abfällt. Es liegt inmitten von Kulturlandschaft, Reisterassen sowie Hügelkuppen und bietet eine schöne Aussicht über die grüne Umgebung. Dieser Ort ist der Ausgangspunkt für ein exklusives 4-Tages-Trekking entlang eines alten Handelspfads zwischen Hochland sowie Küste, das ausschließlich von PRIORI durchgeführt wird.


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